Malaysias KMU warten monatelang auf Digitalisierungszuschüsse – Regierung verspricht Lösung bis April
Lina SeidelMalaysias KMU warten monatelang auf Digitalisierungszuschüsse – Regierung verspricht Lösung bis April
Kleinunternehmer in Malaysia warten weiterhin auf Auszahlungen aus dem MSME-Digitalisierungszuschuss Madani – bei über 70 Prozent der Anträge verzögern sich die Zahlungen bereits seit mehr als sechs Monaten. Das Problem wurde auf einem hochrangigen Treffen unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Anwar Ibrahim thematisiert, wo Beamte zusagten, den Rückstau bis Ende April zu bereinigen.
Betroffen sind Tausende malaysische Klein- und Mittelbetriebe (KMU), die den Zuschuss beantragt hatten. Dieser sieht eine Förderung von bis zu 50 Prozent der Kosten – maximal jedoch 5.000 Ringgit – vor, um Unternehmen bei der Einführung digitaler Werkzeuge zu unterstützen. Die Anträge werden über die Bank Simpanan Nasional abgewickelt, die die Verzögerungen zuvor bereits dem Finanzministerium gemeldet hatte.
Digitalminister Gobind Singh Deo bestätigte, dass die Regierung daran arbeite, den Rückstand aufzulösen. Das Thema stand auch auf der Agenda des Nationalen Wirtschaftsaktionsrats, wo Finanzvertreter versprachen, die Auszahlungen zu beschleunigen. Alex Liew, Vorsitzender des malaysischen Technologieverbands National Tech Association of Malaysia (PIKOM), wies darauf hin, dass die anhaltenden Verzögerungen viele Unternehmen ohne die dringend benötigte finanzielle Unterstützung ließen.
Das Finanzministerium hat sich selbst eine Frist bis April gesetzt, um alle ausstehenden Anträge abzuarbeiten. Sobald die Probleme behoben sind, erhalten die berechtigten Betriebe endlich ihre Fördergelder und können geplante Digitalisierungsvorhaben umsetzen. Mit dem Eingreifen der Regierung soll zudem sichergestellt werden, dass künftige Anträge reibungsloser bearbeitet werden.






