Manuel Vilarinho: Vom Spätstarter zum Rollhockey-Legende mit ungebrochenem Willen
Mila VoigtManuel Vilarinho: Vom Spätstarter zum Rollhockey-Legende mit ungebrochenem Willen
Manuel Vilarinho – ein legendärer Name im portugiesischen Rollhockey – hat dem Sport ein bleibendes Erbe hinterlassen. Seine Karriere führte ihn zu Spitzenvereinen wie Benfica Lissabon und dem FC Porto, doch sein Einfluss reichte weit über das Spielfeld hinaus. Doch sein Weg war alles andere als geradlinig: geprägt von Triumphen, aber auch persönlichen Kämpfen.
Vilarinhos Aufstieg im Rollhockey begann spät. Erst mit 16 dachte er ernsthaft über eine Profikarriere nach. Bereits 1998 krönte er sich jedoch mit der portugiesischen Nationalmannschaft zum Europameister.
Die Erfolge auf Vereinsebene ließen nicht lange auf sich warten. Bei Paço de Arcos gewann er den CERS-Pokal und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Spieler der Sportart. 2001 wurde er bei der Weltmeisterschaft zum besten Spieler gekürt – ein Titel, der seinen Ruf als Ausnahmeathlet festigte.
Doch trotz aller Erfolge musste Vilarinho Rückschläge verkraften. Ein schwerer Unfall ließ ihn vor seinem Wechsel zum FC Porto zeitweise tetraplegisch zurück. Der Verein hielt jedoch zu ihm, behielt ihn während der Rehabilitation im Kader und erfüllte seinen Vertrag. Später schloss er sich Benfica an, obwohl der Klub in finanziellen Schwierigkeiten steckte. Die Vereinsführung hatte sogar erwogen, die Rollhockey-Abteilung aufzulösen – eine Entscheidung, die ihn schließlich zum Abschied bewegte.
Seine Verbindung zu Benfica riss jedoch nie ab. Jahre später kehrte er als Präsident zurück, auch wenn sich aus dieser Zeit keine nachhaltigen strukturellen Veränderungen für den Verein – insbesondere im Rollhockey – ableiten lassen.
Vilarinhos Karriere steht für Widerstandskraft und außergewöhnliches Können. Ob nach der Überwindung schwerer Verletzungen oder in der Führung von Vereinen durch wirtschaftliche Krisen – sein Einfluss prägte den portugiesischen Rollhockey-Sport nachhaltig. Zwar hinterließ seine Amtszeit als Benfica-Präsident keine dokumentierten strukturellen Reformen, doch sein Vermächtnis als Spieler und prägende Persönlichkeit des Sports bleibt unbestritten.






