26 April 2026, 10:32

Marcos-Regierung setzt 1,5 Billionen Peso für Mindanaos Infrastruktur ein – doch ohne Privatwirtschaft geht es nicht

Großes Glasgebäude mit der Aufschrift "Primark Town Center", das von einer Straße mit Fußgängern und Fahrzeugen sowie von Bäumen und einem bewölkten Himmel umgeben ist.

Marcos-Regierung setzt 1,5 Billionen Peso für Mindanaos Infrastruktur ein – doch ohne Privatwirtschaft geht es nicht

Die Regierung unter Marcos hat im Rahmen ihres Programms "Build Better More" für 2026 über 1,5 Billionen Philippinische Peso für Infrastrukturprojekte bereitgestellt. Die Mittel fließen vorrangig in den Verkehrssektor, erneuerbare Energien und digitale Systeme – mit einem besonderen Schwerpunkt auf Mindanao. Nun drängen Beamte auf eine stärkere Einbindung der Privatwirtschaft, um die Entwicklung in der Region zu beschleunigen.

Beim jüngsten Japan-Philippinen-Wirtschaftsdialog forderte Leo Tereso Magno, Vorsitzender der Mindanao Development Authority (MinDA), eine intensivere Zusammenarbeit. Er rief japanische Unternehmen dazu auf, gemeinsam finanzierte und kommerziell strukturierte Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) auf Mindanao zu prüfen. Die Inselgruppe biete als bisher unterversorgter, aber nachfragestarker Markt großes Potenzial, so Magno.

Laut Magno ist Mindanao zwar eine Region mit nachgewiesener Investitionsnachfrage, sieht sich jedoch weiterhin mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert. Zwar habe sich das regulatorische Umfeld verbessert und die staatliche Unterstützung sei aktiv, doch fehle es lokalen Behörden oft an Fachwissen und Finanzierungsmöglichkeiten. Viele ÖPP-Projekte scheitern zwischen Planung und Umsetzung – häufig an begrenzten Ressourcen und technischem Know-how.

Um diese Probleme zu lösen, nannte Magno vier zentrale Prioritäten: die vollständige Umsetzung des ÖPP-Gesetzes und der Project Development and Monitoring Facility (PDMF), die Stärkung der Kapazitäten lokaler Regierungen, die frühere Einbindung privater Investoren in die Projektplanung sowie den Einsatz finanzieller Instrumente zur Risikominderung in der Anfangsphase. MinDA hat bereits eine eigene ÖPP-Stelle eingerichtet, die technische Unterstützung leistet und die Projektentwicklung für Kommunen vereinfacht.

Der Japan-Philippinen-Wirtschaftsdialog endete mit Matchmaking-Sitzungen für Unternehmen und einem Besuch der New Clark City. Ziel der Veranstaltung war es, die Verbindungen zwischen japanischen Investoren und philippinischen Infrastrukturvorhaben zu vertiefen. Politische Zyklen bleiben jedoch eine Hürde, da ÖPP-Projekte in der Regel sechs bis zehn Jahre benötigen – und damit oft mehrere Regierungsperioden umfassen.

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Der Infrastrukturausbau der Marcos-Regierung steht im Einklang mit dem übergeordneten Ziel, das Wirtschaftswachstum über die Hauptinsel Luzon hinaus zu dezentralisieren. Durch die Fokussierung auf Mindanao erhoffen sich die Verantwortlichen langfristige Investitionen, die regionale Ungleichheiten verringern und die wirtschaftliche Expansion beschleunigen können.

Mit den für 2026 veranschlagten 1,5 Billionen Peso markiert das "Build Better More"-Programm eine der größten Infrastrukturinitiativen des Landes. Dass Mindanao als zentraler Baustein fungiert, unterstreicht den Willen, die Entwicklung gleichmäßiger über das Staatsgebiet zu verteilen. Der Erfolg hängt davon ab, Finanzierungshürden zu überwinden, lokale Kompetenzen auszubauen und die Privatwirtschaft nachhaltig einzubinden.

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