27 April 2026, 12:01

Marie-Louise Eta wird erste Trainerin in der Männer-Bundesliga bei Union Berlin

Frau in blauer Jacke und Kopftuch auf einem Fußballfeld, die in die Menge winkt und strahlt.

Marie-Louise Eta wird erste Trainerin in der Männer-Bundesliga bei Union Berlin

Marie-Louise Eta hat Geschichte geschrieben: Als erste Frau in Deutschland wird sie künftig auf der Bank eines Männerfußballteams Platz nehmen. Union Berlin berief sie in den Trainerstab – ein bedeutender Moment für den Fußball. Wie der Sportdirektor des Vereins betonte, erfolgte ihre Auswahl allein aufgrund ihrer Fähigkeiten und Erfahrungen.

Etas Fußballkarriere begann lange vor diesem Engagement. 2010 gewann sie mit der deutschen U20-Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft, später dominierte sie auf Vereinsebene. Mit Turbine Potsdam holte sie zwischen 2009 und 2011 drei Bundesliga-Titel in Folge und erreichte die Spitze des europäischen Fußballs.

Ihre Führungsqualitäten zeigte sie auch über Potsdam hinaus: Sie war Mannschaftskapitänin bei Werder Bremen und spielte zudem für den Hamburger SV und BV Cloppenburg. Bereits vor ihrem Wechsel auf die Bank von Union Berlin hatte sie innerhalb der Vereinsstrukturen mitgearbeitet.

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Der Sportdirektor des Clubs unterstrich, dass Eta ihre Position ausschließlich durch Leistung verdient habe. Die 33-Jährige selbst stellt klar: Sie wünscht keine Sonderbehandlung. Vielmehr erwartet sie, als Profi bewertet zu werden – nicht als Symbol oder Ausnahmeerscheinung.

Ihre Präsenz auf der Trainerbank spiegelt einen langsamen, aber sichtbaren Wandel im Fußball wider, was die Gleichberechtigung angeht. Ihr Werdegang – von Jugendtiteln bis zur Erfahrung in Top-Clubs – untermauert diese Entscheidung. Der Schritt könnte Vorbildcharakter für künftige Rollen im Männerfußball haben.

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