Maschinenbau in der Krise: Warum Deutschlands Exporte weiter einbrechen
Lina SeidelMaschinenbau in der Krise: Warum Deutschlands Exporte weiter einbrechen
Deutschlands Maschinenbau leidet unter rückläufigen Exporten
Die deutsche Maschinenbaubranche steht weiterhin vor großen Herausforderungen, da die Ausfuhren weiter zurückgehen. Zwar hat Frankreich China als zweitwichtigsten Absatzmarkt überholt, doch insgesamt schrumpfen die Lieferungen unter dem Druck von Wettbewerb und wirtschaftlicher Belastung.
Die Exporte in die USA – Deutschlands wichtigsten Auslandsmarkt – sanken um 8,1 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Trotz dieses Rückgangs blieb das Land auf Platz eins. Gleichzeitig brachen die Lieferungen nach China um 24 Prozent ein und erreichten nur noch 760 Millionen Euro.
Frankreich verzeichnete hingegen einen Anstieg der deutschen Exporte um 6,1 Prozent auf 830 Millionen Euro und sicherte sich damit den zweiten Platz. Dietrich Birk, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Baden-Württemberg, führte den allgemeinen Rückgang auf die zunehmende Konkurrenz aus China und nachlassende transatlantische Handelsbeziehungen zurück.
Die Branche verzeichnet damit bereits das zweite Jahr in Folge sinkende Exporte. Birk betonte, dass die Politik dringend die Rahmenbedingungen verbessern müsse, wenn Deutschland als starke Industrienation bestehen wolle.
Der anhaltende Abwärtstrend unterstreicht die Schwierigkeiten der exportabhängigen Maschinenbaubranche. Mit Frankreich vor China und nachlassender US-Nachfrage hängt die Zukunft des Sektors davon ab, wie gut es gelingt, Wettbewerbsdruck und wirtschaftliche Beziehungen zu stabilisieren. Die Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen werden daher immer lauter.






