02 May 2026, 08:01

Massenproteste am 1. Mai: Zehntausende fordern faire Löhne und sichere Rente

Menge mit Fahnen und Schildern vor dem Brandenburger Tor mit einer Fahne auf der rechten Seite des Bildes.

Massenproteste am 1. Mai: Zehntausende fordern faire Löhne und sichere Rente

Zehntausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind am Tag der Arbeit in Berlin und Brandenburg auf die Straße gegangen. Im Mittelpunkt der Proteste standen Arbeitsplatzsicherheit, faire Löhne sowie der Widerstand gegen Kürzungen bei Sozialleistungen. Die Demonstrationen richteten sich zudem gegen die geplante Anhebung des Renteneintrittsalters und prekäre Arbeitsbedingungen in Deutschland.

In Frankfurt (Oder) nahmen rund 16.000 Menschen am Brückenfest teil, das vom DGB mitorganisiert wurde. In Cottbus versammelte sich eine kleinere, aber lautstarke Gruppe von 1.200 Teilnehmenden. Landesweit beteiligten sich in Brandenburg fast 28.000 Menschen an 14 von Gewerkschaften getragenen Veranstaltungen.

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In Berlin zogen etwa 12.000 Demonstrantinnen und Demonstranten unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ durch die Stadt. Katja Karger, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, forderte ein Ende von Lohndumping, Gewerkschaftsfeindlichkeit und ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen. Robert Feiger, Bundesvorsitzender der IG BAU, kritisierte, dass von Bauarbeitern erwartet werde, bis zum 67. Lebensjahr oder älter zu schuften.

Die Proteste erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Bundeskanzler Friedrich Merz Signalbereitschaft zeigt, das Renteneintrittsalter in Deutschland neu zu bewerten. Eine von der Regierung eingesetzte Rentenkommission soll in den kommenden zwei Monaten Reformvorschläge vorlegen.

Die Kundgebungen spiegeln die weitverbreitete Unzufriedenheit mit unsicheren Arbeitsverhältnissen, Sozialkürzungen und der Rentenpolitik wider. Angesichts der bevorstehenden Empfehlungen der Rentenkommission drängen die Gewerkschaften auf konkrete Veränderungen. Die hohe Beteiligung unterstrich die Dringlichkeit dieser Forderungen.

Quelle