11 April 2026, 02:31

Mathelehrer wegen Brandstiftung an Lokomotive zu 14 Jahren verurteilt

Schwarze und weiße Zeichnung eines Bahnhofs mit Menschen, die auf verschiedenen Oberflächen sitzen, einschließlich der Eisenbahnschienen, Geländer und Wände, mit dem Text "Verurteilt zum Leben im Millbank-Gefängnis" oben und unten.

Mathelehrer wegen Brandstiftung an Lokomotive zu 14 Jahren verurteilt

Das Oberste Gericht der Republik Komi hat das Verfahren gegen den Mathematiklehrer Alexei Lebedev abgeschlossen, der beschuldigt wird, im Bahnhof von Syktywkar einen Diesel-Lokomotivbrand gelegt zu haben. Der Prozess, der am 31. März 2025 endete, drehte sich um Vorwürfe der Manipulation und die umstrittene Behauptung Lebedews, im staatlichen Auftrag gehandelt zu haben.

Lebedev, Absolvent der Syktywkarer Staatsuniversität mit Schwerpunkt Mathematik und Informatik, gestand die Brandstiftung, beharrte jedoch darauf, er habe geglaubt, Teil einer geheimen Staatsoperation zu sein. Vor Gericht erklärte er, von Personen getäuscht worden zu sein, die sich als Sicherheitsbeamte und Vertreter der Zentralbank ausgegeben hätten. Diese hätten ihn davon überzeugt, die Tat sei rechtmäßig und notwendig gewesen.

Während des Prozesses forderten die Staatsanwälte zunächst eine 14-jährige Haftstrafe. Lebedev hingegen bat um Milde und appellierte an das Gericht, seine Zukunft nicht vollständig zu zerstören. Er zeigte Reue für sein Handeln und bot an, den gesamten finanziellen Schaden zu ersetzen. Gleichzeitig beteuerte er, der Prozess werde aufdecken, wer die Straftat tatsächlich geplant habe und aus welchem Grund.

In seinem letzten Plädoyer räumte Lebedev die Schwere der Sabotage an Bahneigentum ein. Er flehte um die Chance, zu seiner Familie und seinem Lehrerberuf zurückkehren zu dürfen, und versicherte, er sei bereit, vollständigen Schadensersatz zu leisten.

Das Gericht verurteilte Lebedev schließlich zu drei Jahren Gefängnis, gefolgt von elf Jahren in einer Hochsicherheits-Strafkolonie. Der Fall basierte auf widersprüchlichen Darstellungen von Nötigung und persönlicher Verantwortung. Das Urteil setzt einem Prozess ein Ende, der Fragen zu Einflussnahme, Täuschung und den Grenzen rechtlicher Verteidigung aufwarf.

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