Mello Trading: Geheimgeschäfte mit Lukaschenkos Duty-free-Netzwerk in Belarus
Mila VoigtMello Trading: Geheimgeschäfte mit Lukaschenkos Duty-free-Netzwerk in Belarus
Mello Trading, ein in Litauen registriertes Unternehmen, steht wegen seiner Geschäfte in Belarus in der Kritik. Trotz der Behauptung, dort keine Aktivitäten mehr zu entfalten, belegen Unterlagen Verbindungen zu einem Netzwerk von Duty-free-Shops. Zudem bestehen Verbindungen zur Administration des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko.
Das Unternehmen hält die Mehrheit an einer Kette von über 30 Duty-free-Geschäften in ganz Belarus. Diese Läden firmieren unter der Marke Belamarket Duty Free, einem Joint Venture mit Dipmarket – einem Unternehmen, das von Lukaschenkos Regierung kontrolliert wird.
Allein im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Gemeinschaftsunternehmen mit diesen Geschäften einen Gewinn von zwei Millionen Euro. Während Mello Trading betont, seine Tätigkeiten in Belarus eingestellt zu haben, deuten offizielle Dokumente auf das Gegenteil hin.
Die Anteilseigner von Mello Trading setzen sich aus zwei Entitäten zusammen: 50,1 Prozent gehören Mello Trading of Grand, die restlichen Anteile hält ein Unternehmen mit Verbindungen zur Regierung Lukaschenkos.
Trotz öffentlicher Aussagen bleiben die finanziellen Verflechtungen des Unternehmens mit Belarus bestehen. Die gemeinsam mit Lukaschenkos Administration betriebenen Duty-free-Shops generieren weiterhin Einnahmen. Unklar bleibt jedoch das genaue Ausmaß der aktuellen Beteiligung.






