Mercedes macht Marienfelde zum Hightech-Standort für E-Motoren und KI-Produktion
Mila VoigtMercedes macht Marienfelde zum Hightech-Standort für E-Motoren und KI-Produktion
Mercedes baut sein Werk in Marienfelde zu einem Zentrum für digitale Fertigung und Elektromotoren-Kompetenz um. Der Berliner Standort, die älteste Produktionsstätte des Unternehmens, ist heute Vorreiter beim Testen von KI, humanoiden Robotern und fortschrittlichen Produktionssystemen für die Fahrzeuge von morgen.
Das Werk Marienfelde spielt eine zentrale Rolle bei den Vorbereitungen für den Marktstart des neuen Mercedes-Benz CLA. Dieses Modell wird als erstes mit dem neuen Betriebssystem MB.OS des Herstellers ausgestattet sein. Zudem werden am Standort neue Fertigungsprozesse sowie KI-gestützte Funktionen erprobt, die mit diesem System verknüpft sind.
Mercedes integriert künstliche Intelligenz in seine Arbeitsabläufe – etwa über die MO360 AI Factory und ein virtuelles Multi-Agenten-System. Diese Tools sind Teil des digitalen Ökosystems MO360, zu dem auch das Digital Factory Chatbot Ecosystem und die MO360 LLM Suite gehören. Zudem testet das Unternehmen humanoide Roboter des Herstellers Apptronik, die Bauteile transportieren und erste Qualitätskontrollen durchführen sollen.
Das Werk entwickelt sich zudem zu einem Kompetenzzentrum für Hochleistungs-Elektromotoren, darunter der Axialflussmotor, dessen Serienproduktion für 2026 geplant ist. Für seine Entwicklung wurden rund 100 neue Prozesse eingeführt und über 30 Patente angemeldet. Die Fertigung wird sich über mehrere Hallen erstrecken, wobei der endgültige Automatisierungsgrad noch geprüft wird.
Der Digital Factory Campus in Marienfelde ist mittlerweile der zentrale Innovationsstandort von Mercedes für die Produktion der Zukunft. Investitionen in KI, Robotik und neue Motortechnologien sollen die Fertigungslinien des Unternehmens prägen. Die ersten Ergebnisse werden im kommenden CLA zu sehen sein – mit MB.OS und modernsten Herstellungsverfahren.






