26 March 2026, 16:02

Merz löst Streit über mögliche Mehrwertsteuer-Erhöhung aus – Opposition und Länder protestieren

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Merz löst Streit über mögliche Mehrwertsteuer-Erhöhung aus – Opposition und Länder protestieren

Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine Debatte ausgelöst, nachdem er in der Regierungsbefragung am Mittwoch eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer nicht ausschloss. Zwar liegen keine konkreten Pläne vor, doch seine Äußerungen stießen bei politischen Spitzenkräften in ganz Deutschland auf scharfe Kritik.

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Merz betonte, die Priorität der Regierung liege weiterhin darin, die finanzielle Belastung für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zu verringern. Eine verbindliche Zusagen zu konkreten Änderungen vermied er, deutete jedoch an, dass der bereits beschlossene, dauerhaft gesenkte Mehrwertsteuersatz – der ab 2026 für Restaurantmahlzeiten bei 7 Prozent liegen soll – möglicherweise noch weiter reduziert werden könnte.

Die Reaktionen der Landesregierungen ließen nicht lange auf sich warten. Thüringens CDU-Ministerpräsident Mario Voigt warnte, eine Mehrwertsteuererhöhung würde die Menschen im Alltag hart treffen. Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer nannte den Vorschlag "genau das Gegenteil von dem, was wir jetzt brauchen".

Auch aus der Opposition kam Widerspruch. Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat für das Amt des regierenden Bürgermeisters von Berlin, argumentierte, eine Anhebung der Mehrwertsteuer würde einkommensschwache und mittlere Haushalte nicht entlasten. Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig positionierte sich noch deutlicher: Eine Mehrwertsteuererhöhung "darf auf keinen Fall kommen".

Trotz Merz' Aussagen gab es im vergangenen Jahr weder offizielle Vorschläge noch parlamentarische Debatten über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Stattdessen zielten jüngste Maßnahmen – wie die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Gastronomie und die Entlastung bei den Energiepreisen – darauf ab, die finanzielle Belastung zu mindern. Die aktuelle Diskussion dreht sich nun vielmehr um die Frage, ob weitere Senkungen statt Erhöhungen in Betracht gezogen werden sollten.

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