30 March 2026, 16:43

Merz trifft syrischen Präsidenten: Debatte über Rückkehr von Flüchtlingen und Syriens Zukunft

Altes Buch mit einer detaillierten Karte von Syrien auf dem Cover, einschließlich geografischer Merkmale wie Bergen, Flüssen und Städten, vor einem schwarzen Hintergrund.

Merz trifft syrischen Präsidenten: Debatte über Rückkehr von Flüchtlingen und Syriens Zukunft

Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa wird Bundeskanzler Friedrich Merz während eines Staatsbesuchs in Berlin treffen. Bei den Gesprächen soll es vor allem um die Rückkehr syrischer Flüchtlinge gehen, die derzeit in Deutschland leben. Rund 940.000 Syrer leben im Land und bilden nach den Ukrainern die zweitgrößte Flüchtlingsgruppe.

Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, fordert eine umfassendere Debatte über die Zukunft Syriens. Er betont, dass die Stabilität des Landes davon abhängt, alle ethnischen Gruppen in politische Prozesse einzubinden und ihre Rechte zu schützen. Syrien habe keine klare Mehrheitsgruppe, weshalb eine angemessene Repräsentation unverzichtbar sei.

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Hardt ist zudem der Ansicht, dass sich die Bedingungen in Syrien so weit verbessert hätten, dass viele Flüchtlinge die deutschen Asylkriterien nicht mehr erfüllten. Er schlägt vor, dass nicht integrierte Geflüchtete zurückkehren sollten – unterstützt durch direkte finanzielle Hilfen, um ihnen den Neuaufbau zu ermöglichen. Gleichzeitig räumt er ein, dass Flüchtlinge, die Fachkräftemangel ausgleichen oder sich in die deutsche Gesellschaft einbringen, bleiben dürfen sollten.

Der Politiker erwartet von der Bundesregierung, dass sie al-Scharaa zu inklusiven Wiederaufbaubemühungen drängt. Zudem betont er, dass Syrien im Rahmen seiner Erholung friedliche Beziehungen zu den Nachbarländern wahren müsse.

Das Treffen zwischen al-Scharaa und Merz wird voraussichtlich die Rückführung von Flüchtlingen sowie politische Reformen in Syrien thematisieren. Hardts Äußerungen unterstreichen die Notwendigkeit einer ausgewogenen Politik – mit Unterstützung für Rückkehroptionen dort, wo es möglich ist, und dem Verbleib dringend benötigter Arbeitskräfte. Die Gespräche könnten die künftige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Syrien prägen.

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