08 May 2026, 14:40

Mexiko-Stadt verschärft Gesetze gegen säumige Unterhaltspflichtige mit Rentenpfändung

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Mexiko-Stadt verschärft Gesetze gegen säumige Unterhaltspflichtige mit Rentenpfändung

Das Parlament von Mexiko-Stadt hat eine Rechtsreform verabschiedet, um säumige Unterhaltspflichtige zur Rechenschaft zu ziehen. Die Änderungen zielen auf Rentenfonds ab und ermöglichen Teilpfändungen, wenn Kindesunterhaltszahlungen ausbleiben. Der Schritt folgt einem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das die Nutzung von Pensionskonten als Schutz vor Vollstreckungsmaßnahmen blockiert hatte.

Die Reform ändert zwei zentrale Gesetze: das System der Altersvorsorgeeinlagen (SAR) und die ISSSTE-Regelungen. Ziel ist es, Schlupflöcher zu schließen, die es einigen Eltern ermöglichen, sich ihren finanziellen Verpflichtungen zu entziehen. Nach den neuen Bestimmungen dürfen Gelder nur dann gepfändet werden, wenn ein Elternteil offiziell als säumig eingestuft wird und über keine anderen Vermögenswerte oder Einkünfte verfügt.

Die Maßnahme setzt strenge Grenzen, um Pfändungen fair und als Ausnahmefall zu gestalten. Das beschlagnahmte Geld fließt direkt in gerichtlich angeordneten Kindesunterhalt und darf nicht für andere Zwecke verwendet werden. Abgeordnete betonten, dass das Wohl des Kindes weiterhin oberste Priorität habe.

Der Entwurf wirft zudem ein anhaltendes Problem auf: Die Nichteinhaltung von Unterhaltsverpflichtungen betrifft Frauen überproportional. Nach der Verabschiedung im lokalen Kongress geht die Vorlage nun an die Abgeordnetenkammer zur weiteren Debatte.

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Wird die Reform verabschiedet, erhalten die Behörden ein neues Instrument, um Unterhaltszahlungen durchzusetzen. Rentenkonten bieten dann keinen automatischen Schutz mehr für Eltern, die sich der Zahlung verweigern. Die Änderungen sollen sicherstellen, dass finanzielle Verpflichtungen erfüllt werden, während die Auswirkungen auf die Altersvorsorge minimal und gerechtfertigt bleiben.

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