Mexiko-Stadt will WM-Frieden mit Fanclubs vor Turnierstart sichern
Hannah RichterMexiko-Stadt will WM-Frieden mit Fanclubs vor Turnierstart sichern
Mexiko-Stadt drängt auf Friedensabkommen mit Fußball-Fangruppen vor der WM
Vor der Fußball-Weltmeisterschaft setzt sich Mexiko-Stadt für ein Friedensabkommen mit Fanvereinen ein. Die Legislative der Stadt hat die Behörden aufgefordert, mit den Anhängern zusammenzuarbeiten, um während des Turniers sichere und gewaltfreie Stadien zu gewährleisten. Bei über 5,5 Millionen erwarteten Touristen soll das Großereignis im Zeichen der Einheit und nicht der Konflikte stehen.
Die offizielle Anfrage richtet sich an den Regierungsrat der Versammlung, das Innenministerium (Secretaría de Gobierno) und das Ministerium für Bürgersicherheit (Secretaría de Seguridad Ciudadana). Ebenso eingebunden sind der mexikanische Fußballverband (Federación Mexicana de Fútbol) und die Liga MX, die gemeinsam mit den anerkannten Fanorganisationen eine Arbeitsgruppe bilden sollen. Ziel ist es nicht, die Fans zu bestrafen, sondern ihre Bedeutung für die mexikanische Fußballkultur anzuerkennen.
Unter dem Dach Vereinigte Fangruppen Mexikos (Agrupaciones Unidas de Aficionados de México) haben bereits zwölf offizielle Organisationen Schritte unternommen, um Frieden zu fördern. Ihr Leitspruch "Der Gegner steht auf dem Platz, nicht auf den Rängen oder auf der Straße" prägt seit 2023 Initiativen wie Gewaltpräventionsworkshops mit der Liga MX. Zudem führten sie Kampagnen zur Deeskalation in Stadien durch und schulten Fans in Mexiko-Stadt und Guadalajara.
Das geplante Abkommen soll klare Regeln für die WM aufstellen: ein Turnier, das von Sicherheit und Harmonie geprägt ist. Mexiko-Stadt wird zum dritten Mal die Eröffnungsfeier im Estadio Azteca ausrichten – was die Dringlichkeit der Zusammenarbeit noch unterstreicht.
Der Appell zur Kooperation kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Millionen von Zuschauern die Spiele besuchen werden. Wird das Abkommen umgesetzt, würde es die Bemühungen um friedliche Stadien formalisieren und die Fans als unverzichtbaren Teil des Fußballs anerkennen. Nun liegt es an den Veranstaltern und Anhängern, diese Pläne vor Turnierbeginn in die Tat umzusetzen.