15 April 2026, 16:35

Michael Saylor wirbt trotz Crash für riskante Strategy-Vorzugsaktien mit 11,5 % Rendite

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierungen von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum, Litecoin und andere Kryptowährungen auf einem weißen Hintergrund.

Michael Saylor wirbt trotz Crash für riskante Strategy-Vorzugsaktien mit 11,5 % Rendite

Michael Saylor wirbt für Vorzugsaktien von Strategy – trotz massiver Verluste

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Michael Saylor, Aufsichtsratsvorsitzender von Strategy, bewirbt auf Social Media die Vorzugsaktie des Unternehmens, STRC, die als "digitaler Kredit" vermarktet wird. Die Aktie lockt mit hohen Bardividenden, ist jedoch durch keine Bitcoin-Bestände gedeckt. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Kurs der Stammaktie um 70 Prozent von seinem Höchststand eingebrochen ist.

Bei STRC handelt es sich um eine ewige Vorzugsaktie mit variabler Verzinsung, die derzeit eine Rendite von 11,5 Prozent bietet. Um den Handelswert zu stabilisieren, hat Strategy die Ausschüttung drastisch erhöht – um 250 Basispunkte in kurzer Zeit. Doch trotz der attraktiven Rendite sind die Papiere durch keine Vermögenswerte abgesichert, auch nicht durch Bitcoin.

Die finanziellen Probleme des Unternehmens verschärfen sich zusehends. Die Stammaktie hat innerhalb eines Jahres rund 60 Prozent an Wert verloren, was zu unrealisierten Verlusten in Höhe von etwa 7 Milliarden US-Dollar geführt hat. Die Ratingagentur S&P stuft Strategy sechs Stufen unter Investmentgrade ein und klassifiziert die Vorzugspapiere als "Ramsch"-Anleihen. Gleichzeitig notieren die 8,2 Milliarden US-Dollar an Wandelanleihen des Unternehmens "aus dem Geld", sodass Strategy das Kapital ohne Umwandlungsvorteile zurückzahlen muss.

Zu Saylors Werbestrategie gehört ein Video auf X, in dem eine KI-generierte Frau behauptet, dank STRC früh in Rente gehen zu können. Doch die Aktie hat selbst Bitcoin unterperformt – obwohl sie eigentlich dessen Wertentwicklung abbilden sollte. Diese Schere ging weiter auseinander, nachdem Strategy im Herbst 2024 ein Kapitalbeschaffungsprogramm über 42 Milliarden US-Dollar gestartet hatte.

Die Vorzugsaktien von Strategy bieten zwar weiterhin hohe Renditen, doch das Fehlen von Sicherheiten und die angespannte Finanzlage des Unternehmens wecken Bedenken. Angesichts des starken Kursverfalls der Stammaktie und der Rückzahlungsrisiken für Anleihegläubiger kommt der Werbefeldzug für STRC zu einer prekären Zeit. Anleger müssen nun abwägen, ob die zweistelligen Dividenden die wachsende Instabilität in Strategies Finanzen aufwiegen.

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