Mick Jagger: Neue Enthüllungen über Affären und Skandale der Rolling-Stones-Ära
Mila VoigtMick Jagger: Neue Enthüllungen über Affären und Skandale der Rolling-Stones-Ära
Ein kürzlich erschienener Dokumentarfilm wirft neues Licht auf die verstrickten Beziehungen von Mick Jagger in den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren. Private Tagebücher von Anita Pallenberg, die in Catching Fire: Die Geschichte der Anita Pallenberg (2024) zitiert werden, bestätigen langjährige Gerüchte über die Affären des Rolling-Stones-Frontmanns. Die Enthüllungen blicken zurück auf eine Zeit, die von sich überschneidenden Liebesbeziehungen, öffentlichen Skandalen und persönlichen Tragödien geprägt war.
1967 war Jagger mit Marianne Faithfull liiert, als er für den Film Performance (1970) eine explizite Liebeszene mit Pallenberg drehte – eine Szene, bei der es angeblich zu echtem Sex kam, auch wenn Jagger deren Bedeutung später herunterspielte. Pallenberg, damals die Freundin von Bandkollege Keith Richards, hielt die Affäre in ihren privaten Aufzeichnungen fest.
Faithfulls Beziehung zu Jagger war ohnehin schon kompliziert. Bevor sie mit ihm zusammenkam, hatte sie bereits mit zwei anderen Stones-Mitgliedern – Brian Jones und Richards – Beziehungen geführt. Ihre Romanze nahm 1969 eine dramatische Wende, als Faithfull, im siebten Monat schwanger mit Jagers Kind, nach ihrem Heroinkonsum eine Fehlgeburt erlitt. Ein Jahr zuvor hatte Jagger ihr einen Heiratsantrag gemacht, den sie jedoch abgelehnt hatte.
Die Folgen von Jagers Untreue betrafen nicht nur Faithfull. 1966 versuchte seine damalige Freundin Chrissie Shrimpton, sich das Leben zu nehmen, nachdem sie von seiner Affäre mit Faithfull erfahren hatte. Und selbst nach seiner Heirat mit Bianca Jagger im Jahr 1970 unterhielt er eine Beziehung zur amerikanischen Sängerin Marsha Hunt. Jahre später, während seiner langjährigen Partnerschaft mit Jerry Hall, sorgte eine öffentlich bekannte Affäre mit Carla Bruni – der späteren First Lady Frankreichs – für Schlagzeilen.
Der Dokumentarfilm Catching Fire aus dem Jahr 2024 bringt Pallenbergs persönlichen Bericht nun an die Öffentlichkeit und bestätigt Details, über die lange spekuliert wurde. Die Enthüllungen unterstreichen eine Phase, in der Jagers Privatsphäre genauso turbulent war wie der Aufstieg seiner Band. Viele der Beteiligten – Faithfull, Pallenberg und Shrimpton – sprachen später offen über die emotionale Belastung, die diese Verstrickungen mit sich brachten.






