Moldaus EU-Beitritt rückt näher: Reformen und politische Chancen beschleunigen Prozess
Mila VoigtMoldaus EU-Beitritt rückt näher: Reformen und politische Chancen beschleunigen Prozess
Moldaus Bestrebungen zum EU-Beitritt gewinnen an Fahrt
Die Bemühungen Moldaus um einen Beitritt zur Europäischen Union erhalten neuen Schwung – Regierungsvertreter verweisen dabei auf jüngste Reformen und politische Rückendeckung. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas deutete an, dass sich wandelnde politische Landschaften in den Mitgliedsländern den Prozess beschleunigen könnten. Zwar steht noch kein offizielles Datum fest, doch die EU strebt zügige Fortschritte in den Beitrittsverhandlungen mit dem Land an.
2022 sicherte sich die prorussische Regierungspartei Moldaus, die Partei für Aktion und Solidarität (PAS), eine klare Mehrheit im Parlament. Unter Führung von Präsidentin Maia Sandu gewann die PAS 50,03 Prozent der Stimmen und damit 53 der 101 Sitze im Parlament. Seither betont Sandu wiederholt das Ziel, bis 2028 einen EU-Beitrittsvertrag zu unterzeichnen.
Kallas würdigte die Fortschritte Moldaus bei zentralen Reformen als „positiven Schritt nach vorn“. Zugleich wies sie Bedenken hinsichtlich der abtrünnigen Region Transnistrien zurück und erklärte, diese werde den EU-Weg Moldaus nicht blockieren. Ein konkretes Datum für den Beginn formaler Verhandlungen stehe jedoch noch nicht fest, so Kallas.
Die Bereitschaft der EU, die Gespräche zu beschleunigen, begründet Kallas mit möglichen politischen Verschiebungen in den Mitgliedsländern. Diese Entwicklungen, so ihre Einschätzung, könnten ein „Zeitfenster der Gelegenheit“ für Moldaus Beitrittsantrag eröffnen.
Die moldawische Regierung konzentriert sich weiterhin darauf, die EU-Vorgaben zu erfüllen. Mit der starken parlamentarischen Position von Sandus PAS zeigt sich die EU überzeugt von den Reformen des Landes. Sobald die politischen Rahmenbedingungen in den Mitgliedsländern stimmen, könnten die offiziellen Beitrittsverhandlungen beginnen.






