Monatelang keine Löhne: Wie 201 Arbeiter in Workuta um ihr Geld kämpften
Emil LangeMonatelang keine Löhne: Wie 201 Arbeiter in Workuta um ihr Geld kämpften
Beschäftigte des Subunternehmens Severputstroy, das für den Kohleproduzenten Vorkutaugol tätig ist, haben monatelang keine Löhne erhalten. Der Konflikt wurde Ende März 2026 öffentlich, als Mitarbeiter öffentlich die Auszahlung ausstehender Gehälter forderten. Trotz der angespannten Lage führen die beiden Unternehmen weiterhin Geschäftsverhandlungen, während die Behörden eingreifen, um die Krise zu entschärfen.
Am 26. März 2026 setzte Severputstroy seine Dienstleistungen für Vorkutaugol fort. Hinter den Kulissen jedoch hatten 201 Beschäftigte der Gleisinstandhaltungsabteilung Zapolyarnaya seit fast einem Jahr keine regulären Löhne erhalten. Die ausstehende Summe belief sich auf über 6 Millionen Rubel.
Ein offener Brief der Arbeiter Ende März brachte das Problem an die Öffentlichkeit. Vorkutaugol reagierte mit dem Vorwurf, die Mitarbeiter hätten den Ruf des Unternehmens geschädigt, und wies Gerüchte über einen bevorstehenden Streik zurück. Gleichzeitig räumte das Unternehmen finanzielle Schwierigkeiten ein und gab an, seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht in vollem Umfang nachkommen zu können.
Erst nach dem Einschreiten der Staatsanwaltschaft für Verkehrswesen in Workuta änderte sich die Situation. Bis Ende März erhielten alle 201 betroffenen Arbeiter ihre ausstehenden Löhne. Unterdessen führen Severputstroy und Vorkutaugol weiterhin Gespräche über eine mögliche künftige Zusammenarbeit.
Der Lohnstreit wurde vorläufig durch rechtliche Maßnahmen beigelegt. Die Arbeiter haben ihre rückständigen Gehälter erhalten, doch die finanziellen Probleme bei Vorkutaugol bestehen fort. Beide Unternehmen setzen ihre Verhandlungen fort, ohne dass bisher neue Vereinbarungen bekannt gegeben wurden.






