Monzo gibt US-Markt auf: Warum die Digitalbank jetzt alle Konten schließt
Emil LangeMonzo gibt US-Markt auf: Warum die Digitalbank jetzt alle Konten schließt
Monzo stellt sein US-Geschäft ein und beendet damit den vierjährigen Vorstoß auf den amerikanischen Markt. Die Digitalbank wird bis Juni alle Kundenkonten schließen und nimmt ab sofort keine Neuanmeldungen mehr entgegen. Der Schritt folgt einer strategischen Neuausrichtung unter neuer Führung sowie der Entscheidung, das Wachstum stattdessen auf Großbritannien und Europa zu konzentrieren.
Das Unternehmen war 2020 in den USA an den Start gegangen und hatte eine Debitkarte sowie eine Mobile-App angeboten. Doch 2021 erlitt die Expansion einen Rückschlag, als Monzo seinen Antrag auf eine US-Banklizenz zurückzog. Der Rückzug aus Amerika erfolgt nun, nachdem der ehemalige CEO TS Anil das Unternehmen verlassen hatte – ein Schritt, der die Zukunft der Auslandspläne infrage stellte.
Unter der neuen Führung gibt Monzo seine US-Ambitionen nun vollständig auf. Die ehemalige Google-Managerin Diana Layfield übernahm als CEO die Geschäfte und lenkt das Unternehmen seitdem auf eine Skalierung im heimischen Markt. Mit dem Ausstieg aus den USA gehen etwa 50 Arbeitsplatzverluste einher.
Parallel dazu sicherte sich Monzo im Dezember 2025 eine Vollbanklizenz der Europäischen Zentralbank und unterstrich damit sein Engagement in Europa. Der Konkurrenz-Fintech Revolut unternahm unterdessen einen zweiten Anlauf, um in den USA eine Bankerlaubnis zu erhalten – ein Zeichen für den wettbewerbsintensiven Kampf um regulatorische Zulassungen.
Mit dem Rückzug aus den USA endet Monzos kurzlebige Expansion in Amerika. Alle bestehenden Konten werden bis Juni geschlossen, Neukunden werden nicht mehr akzeptiert. Das Unternehmen wird sich nun darauf konzentrieren, seine Position in Großbritannien und Europa auszubauen, wo es über eine Vollbanklizenz verfügt.






