Mord an Rentnerin: 12 Jahre Haft für brutalen Überfall mit tödlichem Ausgang
Hannah RichterMord an Rentnerin: 12 Jahre Haft für brutalen Überfall mit tödlichem Ausgang
Ein 32-jähriger Mann ist wegen des Mordes an einer älteren Frau in deren eigenem Zuhause zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Wie das Gericht erfuhr, drang der Angeklagte in die Wohnung ein, griff die Frau an und stahl ihre Bankkarte, die er anschließend für kleinere Einkäufe nutzte.
Der Angriff begann, als der Mann durch eine unverschlossene Balkontür in das Haus der Opferin eindrang. Ursprünglich hatte er vor, Wertsachen zu stehlen, doch die Auseinandersetzung eskalierte gewaltsam. Er würgte die Frau, schlug sie mit einem Gehstock und einem Stein und verübte eine sexuelle Nötigung, wobei er ihre Unterwäsche als Knebel benutzte. Später erstickte sie an den Folgen der Attacke.
Nach der Tat setzte der Angeklagte die gestohlene Bankkarte in Kehl und Offenburg ein. Die Polizei nahm ihn am Bahnhof Offenburg fest, nachdem seine DNA mit Proben von früheren kleineren Straftaten übereinstimmte.
Die Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da bei dem Angeklagten eine Schizophrenie diagnostiziert worden war. Das Gericht berücksichtigte seinen psychischen Zustand als mildernden Umstand, betonte jedoch die besondere Brutalität der Tat. Als erschwerende Faktoren galten Habgier, Heimtücke sowie die Absicht, weitere Straftaten zu begehen. Die endgültige Verurteilung umfasste Mord in Verbindung mit Raub und Vergewaltigung mit Todesfolge.
Das zwölfjährige Strafmaß spiegelt die Schwere des Verbrechens wider, berücksichtigt jedoch auch die diagnostizierte Erkrankung des Täters. Der Fall zeigt zudem, wie DNA-Spuren von früheren Delikten zu seiner Ergreifung führten. Während des Prozesses war die Familie des Opfers nicht im Gerichtssaal anwesend.






