Nerjungri-Geflügelzucht AG: Vom Konkurs zur erneuten Insolvenzschlacht um 24 Millionen Rubel
Hannah RichterNerjungri-Geflügelzucht AG: Vom Konkurs zur erneuten Insolvenzschlacht um 24 Millionen Rubel
Nerjungri-Geflügelzucht AG: Vom Konkurs zur erneuten Gerichtsverhandlung
Die Nerjungri-Geflügelzucht AG, einst ein Unternehmen in der Republik Sacha (Jakutien), stand Anfang 2021 vor dem finanziellen Kollaps. Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens nahm der Fall eine ungewöhnliche Wendung – abgewickelt, wiederaufgenommen und nun, Jahre später, erneut vor Gericht. Ein jüngstes Urteil hat die Liste der unbeglichenen Schulden um über 24 Millionen Rubel erweitert.
Die Probleme des Unternehmens begannen am 13. Januar 2021, als ein Gericht es offiziell für zahlungsunfähig erklärte. Kurz darauf folgten Liquidationsverfahren. Bis März 2023 schien der Insolvenzfall durch einen Vergleich zwischen den beteiligten Parteien beigelegt.
Doch die Angelegenheit flammte wieder auf, als die Vergleichsvereinbarung per Gerichtsbeschluss vom 9. Februar 2026 für nichtig erklärt wurde. Diese Entscheidung führte zur Wiedereröffnung des Insolvenzverfahrens. Am 11. März 2026 entschied dann das Schiedsgericht der Republik Sacha (Jakutien), weitere 24,3 Millionen Rubel in das Gläubigerverzeichnis aufzunehmen.
Die Schulden resultieren aus nicht ausgezahlten Dividenden an den Republikhaushalt von Sacha (Jakutien) für die Jahre 2012, 2013 und 2014. Hinzu kommen aufgelaufene Zinsen für die Nutzung fremder Mittel. Seit dem Insolvenzbeschluss von 2021 gab es keine aktuellen Meldungen über den Betrieb oder die finanzielle Lage des Unternehmens.
Das jüngste Urteil erhöht die ausstehenden Verbindlichkeiten der Nerjungri-Geflügelzucht AG beträchtlich. Mit der erneuten Aufnahme des Insolvenzverfahrens warten die Gläubiger nun auf weitere rechtliche Schritte. Der Fall verdeutlicht die langfristigen Folgen ungelöster finanzieller Streitigkeiten.






