13 April 2026, 08:34

Neue Lithium-Materialien revolutionieren kompakte Neutronenquellen für Forschung und Medizin

Schwarzes und weißes Foto einer Elektronenbeschleunigermaschine in einem Raum mit einer Wand im Hintergrund, mit Text unten.

Neue Lithium-Materialien revolutionieren kompakte Neutronenquellen für Forschung und Medizin

Forscher der Technischen Universität Tomsk (TPU) haben untersucht, wie sich verschiedene lithiumbasierte Materialien bei der Neutronenerzeugung verhalten. Ihre Arbeit könnte zu verbesserten Konstruktionen für kompakte und kostengünstige Neutronenquellen führen – mit potenziellen Anwendungen in der Kernenergie, Medizin und wissenschaftlichen Forschung.

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Das Team analysierte die Neutronenproduktion in gepulsten Beschleunigern unter Verwendung von drei Arten von Lithium-Targets: reinem Lithium, Lithiumfluorid und Lithiumoxid. Dabei zeigte sich, dass die Dicke der Lithiumschicht eine entscheidende Rolle für die Balance zwischen Neutronenausbeute und Haltbarkeit des Targets spielt.

Reines Lithium erwies sich bei einer Schichtdicke von etwa 90 bis 110 Mikrometern als am effektivsten. Lithiumfluorid und Lithiumoxid hingegen erforderten deutlich dünnere Schichten – 18 bis 24 Mikrometer bzw. 24 bis 32 Mikrometer. Zwar produzierten diese Verbindungen weniger Neutronen als reines Lithium, doch ihre höheren Schmelz- und Verdampfungspunkte machten sie stabiler unter intensiven Protonenstrahlen.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass Lithiumfluorid und Lithiumoxid in ihren Neutronenenergieeigenschaften mit reinem Lithium vergleichbar sind. Ihre bessere Stabilität bei Raumtemperatur und Normaldruck ermöglicht den Einsatz stärkerer Protonenstrahlen, was die Leistung in praktischen Anwendungen steigert.

Die Studie liefert klare Richtlinien für die Optimierung lithiumbasierter Targets in Neutronenquellen. Durch den Einsatz von Lithiumfluorid oder Lithiumoxid lassen sich robustere Systeme entwickeln, die höhere Leistungsniveaus bewältigen können. Die Forschung unterstützt damit die Entwicklung kleinerer und effizienterer Neutronengeneratoren für Industrie und Wissenschaft.

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