Neuer Dokumentarfilm Michael zeigt Jacksons Kampf um Freiheit – doch wo bleiben die Schattenseiten?
Hannah RichterNeuer Dokumentarfilm Michael zeigt Jacksons Kampf um Freiheit – doch wo bleiben die Schattenseiten?
Ein neuer Dokumentarfilm mit dem Titel Michael ist erschienen und beleuchtet das Leben des Pop-Ikonen Michael Jackson. Der Film thematisiert seinen Kampf um persönliche Freiheit, geht den tieferliegenden Kontroversen jedoch aus dem Weg. Kritiker bemängeln das abrupte Ende sowie die mangelnde Tiefe bei der Darstellung seiner vielschichtigen Karriere.
Schon früh strebte Michael Jackson danach, sich aus dem Einfluss seines Vaters und dem Schatten der Jackson 5 zu befreien. Er bewunderte Stars wie Greta Garbo und wollte eine Aura des Geheimnisvollen um sich aufbauen. 1981 lehnte er alle Interviews zu Thriller ab – eine Entscheidung, die sein rätselhaftes Image weiter festigte.
Der Dokumentarfilm zeichnet Jacksons Drang nach Unabhängigkeit nach, lässt aber schwerwiegende Vorwürfe gegen ihn außer Acht. Stattdessen konzentriert er sich auf seinen künstlerischen Werdegang, darunter seinen Aufstieg zum Ruhm. Elizabeth Taylor nannte ihn einst den "wahren König des Pop, Rock und Soul" – ein Titel, den der Film aufgreift.
Trotz seines anspruchsvollen Anspruchs endet Michael abrupt mit dem Abschluss der Bad-Tour. Die Zuschauer erhalten nur ein bruchstückhaftes Bild von Jacksons späteren Jahren, da der Film seine umstrittensten Phasen bewusst ausspart.
Der Dokumentarfilm bietet eine selektive Sicht auf Michael Jacksons Leben und betont seinen künstlerischen Antrieb sowie seinen Wunsch nach Privatsphäre. Indem er Kontroversen umgeht und abrupt endet, lässt er zentrale Abschnitte seiner Biografie unerzählt. Die enge Perspektive des Films könnte beim Publikum mehr Fragen aufwerfen als Antworten geben.






