Neuer MACC-Chef unter Druck: Kann Abdul Halim die Korruptionsbehörde reformieren?
Hannah RichterNeuer MACC-Chef unter Druck: Kann Abdul Halim die Korruptionsbehörde reformieren?
Datuk Seri Abdul Halim Aman hat am 13. Mai offiziell das Amt des neuen Chefkommissars der Malaysischen Antikorruptionsbehörde (MACC) übernommen. Seine Ernennung erfolgt zu einer Zeit, in der die Forderungen nach dringenden Reformen innerhalb der Behörde lauter werden – insbesondere angesichts ungelöster Vorwürfe gegen Beamte wegen Fehlverhaltens.
Digitalminister Gobind Singh Deo hat die neue MACC-Führung zu sofortigem Handeln aufgefordert. Er betonte, dass die seit Langem bestehenden Vorwürfe gegen Beamte, die angeblich in unternehmerische Machenschaften während Ermittlungen verwickelt seien, endlich aufgeklärt werden müssten. Ein Sonderausschuss unter Leitung des Generalstaatsanwalts hatte seine Erkenntnisse zur umstrittenen Aktienbesitz-Affäre bereits vor über einem Monat der Regierung vorgelegt – doch die Angelegenheit harren weiterhin einer Lösung.
Gobind machte deutlich, dass Abdul Halims erste Priorität darin bestehen müsse, das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen. Dazu gehöre die Vorlage eines klaren Reformfahrplans sowie die Festlegung verbindlicher Zeitpläne für die Untersuchung der sogenannten "Unternehmensmafia"-Vorwürfe. Der Minister bestand zudem darauf, die Ermittlungen im Streit um Aktienbesitz des früheren MACC-Chefs Azam Baki abzuschließen.
Laut Gobind werden Rechenschaftspflicht und Transparenz die Anfangsphase von Abdul Halims Amtszeit prägen. Die in den ersten Wochen ergriffenen Maßnahmen würden zeigen, ob tatsächlich ein Wandel eingeleitet werde oder ob die Behörde weiterhin von früheren Skandalen überschattet bleibe.
Der neue MACC-Chef steht unter Druck, schnell in den noch offenen Fällen und bei den Vorwürfen zu handeln. Sein Umgang mit diesen Themen wird entscheiden, ob das öffentliche Vertrauen in die Behörde wiederhergestellt werden kann. Regierung und Kontrollgremien werden die Entwicklungen in den kommenden Wochen genau beobachten.






