20 April 2026, 12:34

Neues Gesetz soll Steuerlast für Waldbrand-Opfer in den USA verringern

Ein Feuerwehrmann in einer gelben Jacke und einem Helm steht vor einer großen Rauchwolke, hält einen Stock und hat Bäume, Hügel und einen klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Neues Gesetz soll Steuerlast für Waldbrand-Opfer in den USA verringern

Ein überparteilicher Gesetzentwurf, der Steuererleichterungen für Entschädigungszahlungen nach Waldbränden verlängern soll, hat im Kongress Fortschritte gemacht. Die Vorlage, die im vergangenen Monat vom Finanzausschuss des Repräsentantenhauses (House Ways and Means Committee) gebilligt wurde, würde verhindern, dass solche Zahlungen als steuerpflichtiges Einkommen behandelt werden. Ohne das Gesetz könnten Tausende Brandopfer bis 2026 einen erheblichen Teil ihrer Entschädigungen an den Fiskus verlieren.

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Das geplante Gesetz betrifft Kompensationen im Zusammenhang mit bundesweit ausgerichteten Waldbränden zwischen 2015 und 2026. Wird es verabschiedet, zählen Entschädigungszahlungen nicht länger zum zu versteuernden Einkommen – und schützen die Betroffenen so vor hohen Abzügen. Derzeit läuft die Befreiung Ende 2025 aus, was viele Gefahr laufen lässt, bis zu 37 Prozent ihrer Ausgleichszahlungen zu verlieren.

Bereits über 2.800 Haushalte haben sich für das Entschädigungsprogramm von Southern California Edison im Zusammenhang mit dem Eaton Fire 2025 in Altadena beworben. Tausende weitere verklagen den Versorger, dem vorgeworfen wird, einige der tödlichsten Brände der letzten Jahre verursacht zu haben. Eine Hausbesitzerin aus Altadena schätzt, dass sie bei einer steuerlichen Behandlung ihrer 700.000-Dollar-Entschädigung als Einkommen rund 259.000 Dollar an Steuern zahlen müsste.

Das Problem beschränkt sich nicht auf Kalifornien. Auch Überlebende von Waldbränden in Superior (Colorado), auf Maui (Hawaii) und in Oregon stehen vor derselben Unsicherheit. Bree Jensen, Kommunikationsdirektorin der Eaton Fire Long-Term Recovery Group, nannte die Aussicht, solche Entschädigungen zu besteuern, für die Betroffenen "erschreckend".

Die weiteren Schritte des Gesetzentwurfs bleiben unklar. Zwar hat er das Ausschussstadium passiert, doch steht noch kein Zeitplan für eine Abstimmung im gesamten Repräsentantenhaus oder eine Behandlung im Senat fest.

Die Gesetzesvorlage soll verhindern, dass Brandopfer große Teile ihrer Entschädigungen an den Staat abführen müssen. Ohne sie drohen Tausenden – darunter Betroffenen des Eaton Fire und anderer Katastrophen – Einbußen von fast 40 Prozent. Nun hängt alles davon ab, ob der Kongress noch vor Ablauf der aktuellen Steuerbefreiung handelt.

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