Neues Mietrecht: Haustiere in Wohnungen jetzt leichter erlaubt
Neues Gesetz stärkt Rechte von Mietern mit Haustieren
Seit Freitag gilt ein neues Gesetz, das Mietern stärkere Rechte einräumt, Haustiere in ihren Wohnungen zu halten. Mit dem Renters Rights Act der Labour-Regierung dürfen Vermieter Tiere nicht mehr pauschal ohne triftigen Grund verbieten. Mieter haben nun eine klarere rechtliche Grundlage, um die Haltung eines Hundes, einer Katze oder eines anderen Haustiers zu beantragen.
Bisher mussten Mieter um Erlaubnis bitten, bevor sie ein Tier mit in die Wohnung bringen durften. Viele stießen auf Ablehnung – 37 Prozent der Mieter gaben an, wegen der Richtlinien ihrer Vermieter nicht mit ihrem Tier zusammenleben zu können. Künftig müssen Vermieter jeden Antrag prüfen und können ihn nur mit einer begründeten Ablehnung zurückweisen.
Mehr als die Hälfte der bisher abgelehnten Mieter plant, unter den neuen Regelungen einen erneuten Antrag zu stellen. Zwei Drittel aller Mieter dürften voraussichtlich um die Erlaubnis bitten, ein Haustier halten zu dürfen. Allerdings können Vermieter weiterhin verlangen, dass Mieter eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abschließen, um mögliche Schäden abzudecken. Eine solche Versicherung kostet oft mehrere hundert Pfund pro Jahr und erhöht die ohnehin schon hohen Ausgaben für ein Haustier.
Die finanziellen Belastungen durch Tierhaltung sind bereits beträchtlich: Die Haltung eines Hundes schlägt im Schnitt mit fast 2.000 Pfund pro Jahr zu Buche – inklusive Futter, Tierarztkosten und anderen notwendigen Ausgaben.
Das Gesetz verschiebt die Machtverhältnisse zugunsten von Mietern, die mit ihren Tieren zusammenleben möchten. Vermieter müssen Anträge nun fair prüfen, dürfen aber Auflagen wie den Abschluss einer Versicherung stellen. Angesichts der steigenden Nachfrage könnte die Reform zu einem Anstieg tierfreundlicher Mietwohnungen im ganzen Land führen.






