New York plant Steuerfreiheit für Trinkgelder – wer profitiert wirklich?
Emil LangeNew York plant Steuerfreiheit für Trinkgelder – wer profitiert wirklich?
New York erwägt Steuerbefreiung für Trinkgelder – Entlastung für Geringverdiener
New York prüft eine neue Regelung, die die Einkommensteuer auf Trinkgelder für berechtigte Arbeitnehmer abschaffen soll. Der Vorschlag „Keine Steuern auf Trinkgelder“ sieht vor, dass bis zu 25.000 US-Dollar an qualifizierten Trinkgeldern von der Bundessteuer abgesetzt werden können. Falls verabschiedet, könnte die Maßnahme Teil von Gouverneurin Kathy Hochuls umfassendem „Bezahlbarkeits“-Programm werden, das die Lebenshaltungskosten für Lohnabhängige senken soll.
Die Pläne stoßen auf Unterstützung prominenter Persönlichkeiten, darunter Zohran Mamdani, der Bürgermeister von New York City. Auch Wirtschaftsgruppen wie der Business Council of New York State setzen sich für die Reform ein und argumentieren, sie würde Arbeitnehmern spürbare Steuersenkungen bringen. Sie haben Gouverneurin Hochul und die Staatsparlamentarier aufgefordert, den Vorschlag zu befürworten.
Der Entwurf ist derzeit an den Staatshaushalt geknüpft, der jedoch mehr als einen Monat nach der Frist noch nicht verabschiedet ist. Sollte das Vorhaben durchkommen, rechnet der Staat mit Mindereinnahmen von rund 200 Millionen US-Dollar in den nächsten vier Jahren. Kritiker warnen hingegen, die Abschaffung der Trinkgeldsteuer könnte Arbeitgeber dazu veranlassen, Beschäftigte vermehrt in schlechter bezahlte, trinkgeldabhängige Positionen zu drängen – statt in reguläre Mindestlohnjobs.
Gouverneurin Hochul hatte die Idee erstmals als Teil ihrer Bemühungen vorgestellt, die hohen Lebenshaltungskosten in New York zu bekämpfen. Befürworter betonen, die Regelung käme vor allem Dienstleistern zugute, insbesondere in Branchen wie der Gastronomie, wo Trinkgelder einen erheblichen Teil des Einkommens ausmachen.
Ob der „Keine-Steuern-auf-Trinkgelder“-Vorschlag bald Gesetz wird, hängt davon ab, ob er in den überfälligen Haushalt aufgenommen wird. Für Arbeitnehmer mit Trinkgeldeinnahmen würde dies eine spürbare Steuerentlastung bedeuten, während der Staat mit sinkenden Einnahmen rechnen müsste. Die Debatte darüber, ob die Reform die Bezahlbarkeit verbessert oder unerwünschte Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt auslöst, dauert derweil an.






