02 May 2026, 12:37

NIH-Forscherin nach Trump-Kritik beurlaubt: Ein Kampf um Wissenschaftsfreiheit

Das NIH-Logo, bestehend aus einem blauen Kreis mit weißer Umrandung und einem weißen Stern in der Mitte, auf einem blauen Hintergrund mit der weißen, fetten Schrift 'NIH'.

NIH-Forscherin nach Trump-Kritik beurlaubt: Ein Kampf um Wissenschaftsfreiheit

Jenna Norton, Forscherin am US-Gesundheitsinstitut National Institutes of Health (NIH), wurde Ende 2025 unter Fortzahlung des Gehalts beurlaubt, nachdem sie an der Organisation eines offenen Briefs mitgewirkt hatte, der die Regierung unter Donald Trump kritisierte. Ihr Fall hat seitdem die Debatte um den Schutz von Whistleblowern und die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Finanzierung medizinischer Forschung neu entfacht. Norton, die sich auf die Verringerung von Ungleichheiten in der Behandlung von Nierenerkrankungen spezialisiert hat, ist zwar inzwischen an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt – doch ihre Rolle könnte sich für immer verändert haben.

Im November 2025 wurde Norton während eines 43-tägigen Regierungsstillstands nach Hause geschickt – mit vollem Gehalt. Dieser Schritt erfolgte kurz nachdem sie die Bethesda-Erklärung mitinitiiert hatte, ein Schreiben, das von fast 500 NIH-Mitarbeitenden unterzeichnet wurde. Darin wurde die Politik der Regierung scharf kritisiert, da sie die medizinische Forschung behindere.

Nortons Anwältin, Debra S. Katz, argumentierte, dass ihr Engagement für die Erklärung rechtmäßig und durch den Ersten Verfassungszusatz geschützt sei. Dennoch führte ein Erlass von Präsident Trump zur Streichung zahlreicher Forschungsförderungen, für die Norton verantwortlich war. Einige Mittel wurden nach rechtlichen Auseinandersetzungen zwar wieder bewilligt, doch die Unsicherheit ließ sie um ihre berufliche Zukunft bangen.

Monatelang blieb ihre Whistleblower-Beschwerde ungelöst. Erst im Juni 2026 setzte das NIH Norton in ihrer Position am Nationalen Institut für Diabetes sowie Verdauungs- und Nierenerkrankungen wieder ein. Doch seitdem äußert sie Zweifel, ob ihre Arbeit jemals wieder so sein wird wie vor ihrer Beurlaubung.

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Nortons Rückkehr an den Arbeitsplatz markiert das vorläufige Ende eines langen Streits über ihr Engagement und dessen Folgen. Die Wiederbewilligung einiger Fördergelder hat Teile ihrer früheren Aufgaben wiederhergestellt. Doch die langfristigen Auswirkungen auf ihre Karriere – und auf die Forschungsschwerpunkte des NIH – bleiben ungewiss.

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