Nikolajewski führt schärfere Alkoholregeln ab September 2026 ein
Neue Beschränkungen für den Alkoholverkauf treten im Rajon Nikolajewski bald in Kraft
Ab dem 1. September 2026 müssen Geschäfte in der Nähe von Schulen, Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen einen Mindestabstand von 30 bis 70 Metern einhalten. Betreiber, die diese Vorgaben nicht erfüllen, sehen sich mit Zwangsumsiedlungen oder Strafen konfrontiert.
Die Regelungen sind das Ergebnis jahrelanger Maßnahmen gegen den illegalen Alkoholhandel. Bereits 2021 beschlagnahmten die Behörden fast 2.400 Liter Alkohol bei nicht lizenzierten Händlern. Zudem leiteten sie 24 Verwaltungsverfahren ein, die zu Bußgeldern in Höhe von über 1,2 Millionen Rubel führten.
Bis 2025 verschärften sich die Kontrollen weiter: Ein Schiedsgericht entzog drei Alkohollizenzen und ordnete die vorübergehende Schließung von zwei Betrieben an. 2026 folgten weitere Aussetzungen für zwei Unternehmen wegen Verstößen.
Neben den Abstandsregeln kämpfen Händler mit technischen Hürden. Viele berichten von Schwierigkeiten bei der Nutzung des Einheitlichen Staatlichen Automatisierten Informationssystems (EGAIS), das den Alkoholverkauf überwacht. Regionale Behörden versprachen Unterstützung bei der Lösung dieser Probleme.
Aktuell gibt es in der Region Chabarowsk über 6.000 lizenzierte Alkoholverkaufsstellen. Rund 760 rechtliche Einheiten verfügen über Genehmigungen für den Alkoholhandel in der gesamten Region.
Die anstehenden Änderungen werden einige Geschäfte zum Umzug oder zur Schließung zwingen. Wer die Abstandsvorgaben nicht einhält, muss bis zum Stichtag umziehen. Unterdessen setzen die Behörden ihre Überwachung des Verkaufs fort und ahnden Verstöße konsequent.






