05 April 2026, 01:08

Nissan senkt Zollkosten durch US-Produktion – doch Käufer kehren Verbrennern den Rücken zu

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Nissan senkt Zollkosten durch US-Produktion – doch Käufer kehren Verbrennern den Rücken zu

Nissan treibt die Senkung seiner Zollkosten voran, indem es die Produktion in den USA ausweitet. Ursprünglich war das Unternehmen mit Zollbelastungen in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar konfrontiert, konnte diese Summe jedoch bereits auf 1,5 Milliarden reduzieren. Gleichzeitig kehren Autokäufer elektrischen Fahrzeugen den Rücken und steigen wieder auf größere, benzinbetriebene Modelle um.

2025 leitete Nissan Americas eine grundlegende Strategieänderung ein, um die Abhängigkeit von importierten Fahrzeugen zu verringern. Unternehmenschef Christian Meunier bestätigte den Kurs: mehr Autos vor Ort zu produzieren, um Zölle zu umgehen. Das Ziel ist es, die Belastung durch vollständige Ausweitung der heimischen Fertigung auf null zu senken.

Automobilhersteller und Zulieferer haben Milliarden aufgewendet, um die durch Zölle entstandenen Mehrkosten zu decken. Nissans ursprüngliche Belastung von 4 Milliarden US-Dollar ist dank gestiegener US-Produktion mittlerweile auf 1,5 Milliarden gesunken.

Auch die Verbraucherpräferenzen verschieben sich. Der Absatz von Elektrofahrzeugen sank im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent – ihr Anteil an den Neuwagenverkäufen fiel von 10,5 Prozent im dritten Quartal auf nur noch 5,8 Prozent im vierten Quartal. Stattdessen setzen Käufer vermehrt auf größere, benzinbetriebene Modelle. Die Verkäufe von SUVs der Mittelklasse stiegen um 15 Prozent, während leichte Nutzfahrzeuge ein Plus von 14 Prozent verzeichneten. Kompaktwagen hingegen verzeichneten einen Rückgang um 8 Prozent.

Weltweit stieg die Produktion von Elektrofahrzeugen 2025 kräftig an, mit China als Spitzenreiter bei über 16,6 Millionen verkauften Neuer-Energien-Fahrzeugen. Allein BYD setzte 4,6 Millionen Einheiten ab, gefolgt von Tesla mit 1,66 Millionen. Deutschland blieb der zweitgrößte Produzent, wobei Marken wie Volkswagen, BMW und Mercedes ihre E-Modellpaletten ausbauten. Der Absatz klassischer Verbrenner blieb zwar stabil, trat jedoch in den Hintergrund, da sich die Hersteller auf Elektromodelle konzentrierten. China dominierte zudem die Batterieproduktion und überflügelte Europa um das Zwanzigfache, während es 60 Prozent der globalen E-Auto-Verkäufe auf sich vereinte.

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Nissans Bestreben, die Produktion zu lokalisieren, zielt darauf ab, Zollkosten vollständig abzubauen. Die Nachfrageverschiebung hin zu größeren, benzinbetriebenen Fahrzeugen spiegelt allgemeine Markttrends wider. Angesichts rückläufiger E-Auto-Verkäufe und wachsender SUV-Nachfrage passen die Automobilhersteller ihre Strategien für 2025 und die folgenden Jahre an.

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