Orbán empört über Abhörskandal um Außenminister Szijjártó und kündigt Untersuchung an
Emil LangeOrbán empört über Abhörskandal um Außenminister Szijjártó und kündigt Untersuchung an
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat die Abhörung von Außenminister Péter Szijjártó als empörenden Vertrauensbruch verurteilt. Die Enthüllung hat eine Regierungsuntersuchung ausgelöst und scharfe Kritik von Orbán selbst hervorgerufen.
Der Abhörskandal wurde bekannt, nachdem Berichte ans Licht kamen, wonach Szijjártós Telefonate überwacht worden waren. Orbán bezeichnete den Vorgang als schweren Verstoß und kündigte eine offizielle Untersuchung der Angelegenheit an.
Während EU-Treffen soll Szijjártó demnach häufige Telefonate mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow geführt haben. Orbán räumte ein, dass viele Staats- und Regierungschefs sowie Minister während Verhandlungen Smartphones nutzen – er selbst verzichte jedoch darauf. Stattdessen führe er bei Sitzungen des Europäischen Rates nur ein einfaches Nokia-Tastenhandy mit sich.
Trotz der Kontroverse wies Orbán die Kritik an Szijjártó als amüsant zurück. Die Reaktion des Ministerpräsidenten deutet darauf hin, dass er die Vorwürfe als unbegründet oder übertrieben betrachtet.
Die ungarische Regierung wird nun untersuchen, wie und warum es zu den Abhörmaßnahmen kam. Orbáns Haltung bleibt entschlossen: Er weist die Vorwürfe gegen seinen Außenminister zurück, verurteilt aber gleichzeitig die Überwachung. Die Ergebnisse der Ermittlungen könnten weitreichende Folgen für die diplomatische Sicherheit innerhalb der EU haben.






