27 March 2026, 06:32

ORF-Stiftungsrat: Neue Vorwürfe gegen Vorsitzenden Lederer erschüttern Gremium

Ein schildförmiges Logo mit einem majestätischen, ausgebreiteten Adler mit einem hocherhobenen Kopf, umgeben von einem Lorbeerkranz, mit der Aufschrift 'Information Security Oversight' in fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund.

ORF-Stiftungsrat: Neue Vorwürfe gegen Vorsitzenden Lederer erschüttern Gremium

Der ORF-Stiftungsrat gerät erneut wegen seiner Struktur und Führung in die Kritik. Aktuelle Berichte werfen Fragen zu politischer Einflussnahme, Interessenkonflikten und mangelnder Fachkompetenz unter seinen Mitgliedern auf. Die jüngste Kritik konzentriert sich auf den Vorsitzenden Heinz Lederer, dessen Doppelfunktion als PR-Berater Zweifel an der Transparenz aufkommen lässt.

Schon lange steht der Stiftungsrat wegen seiner Größe, politisch motivierter Ernennungen und vermeintlicher "Freundeskreise" in der Kritik. Nun wird Lederers Tätigkeit außerhalb des Gremiums genauer untersucht. Wie das Magazin Profil enthüllte, nahm er an ORF-Workshops als bezahlter Berater teil – und nicht in seiner offiziellen Funktion als Vorsitzender.

Lederer verteidigte seine Beratertätigkeit mit dem Hinweis, diese sei auf Vereinbarkeit geprüft worden. Allerdings führte er die Prüfung selbst durch – gemeinsam mit seinem eigenen Anwalt. Dies hat Forderungen nach seinem Rücktritt laut werden lassen, unter anderem von der FPÖ und Burgenlands SPÖ-Landeschef Peter Doskozil.

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Der FPÖ-Politiker Peter Westenthaler kündigte an, eine offizielle Beschwerde bei der Medienaufsichtsbehörde KommAustria einreichen zu wollen. Zwar kann KommAustria Ermittlungen aufnehmen, Sanktionen verhängen darf sie jedoch nicht. Die geltende ORF-Gesetzgebung schreibt dem Stiftungsrat strenge Transparenzregeln vor, darunter ein diskriminierungsfreies Verfahren bei der Bestellung des Generaldirektors. Doch es gibt keine unabhängige Instanz, die die Einhaltung dieser Standards explizit überwacht.

Die Kontroverse erhöht den Druck auf die ORF-Führung weiter. Lederers Position bleibt unsicher, während politische Gegner seinen Rückzug fordern. Gleichzeitig wirft die begrenzte Kompetenz der Regulierungsbehörde weiterhin Fragen zur Kontrolle und Rechenschaftspflicht innerhalb des Gremiums auf.

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