P2P.me wetten auf eigenen Fundraising-Erfolg – und scheitern kläglich
Lina SeidelP2P.me wetten auf eigenen Fundraising-Erfolg – und scheitern kläglich
Stablecoin-Startup P2P.me gerät nach riskanten Wetten auf eigenen Fundraising-Erfolg in die Kritik
Das Stablecoin-Startup P2P.me sieht sich mit scharfer Kritik konfrontiert, nachdem es Wetten auf den Erfolg der eigenen Kapitalbeschaffung abgeschlossen hat. Das Unternehmen gab zu, auf der Prognoseplattform Polymarket Spekulationen getätigt zu haben – ein Schritt, der seine wichtigsten Investoren überraschte. Es folgte eine öffentliche Entschuldigung, in der P2P.me die Aktion als unangemessen, aber als Zeichen des öffentlichen Vertrauens in das eigene Projekt bezeichnete.
Im Mittelpunkt standen Wetten rund um MetaDAO, eine auf Solana basierende Plattform, die für das Fundraising und die Governance von P2P.me zuständig ist. Einige der Wetten hätten sich ausgezahlt, wenn das Startup Zusagen in Höhe von 140 Millionen US-Dollar erhalten hätte. Die tatsächlich erfolgreichen Wetten hingegen bezogen sich auf ein Ziel von 6 Millionen US-Dollar. Am Ende erzielte das Unternehmen aus den Geschäften einen Gewinn von weniger als 15.000 US-Dollar.
P2P.me hatte bereits vor den Wetten eine mündliche Zusage über 3 Millionen US-Dollar von Multicoin Capital erhalten. Doch weder Coinbase Ventures noch Multicoin – beide wichtige Investoren – wussten von den Spekulationen. Zeitgleich hatte Polymarket seine Regeln aktualisiert und Insiderhandel verboten.
Nach massiver Kritik veröffentlichte P2P.me eine öffentliche Entschuldigung auf X (ehemals Twitter), wo die Geschichte viral ging. MetaDAO bietet seitdem Investoren, die vor dem Ende der öffentlichen Kapitalrunde am Dienstag aussteigen möchten, Rückerstattungen an. Bisher wurden Rückforderungsanträge in Höhe von 20.000 US-Dollar aus den zugesagten 6,7 Millionen US-Dollar gestellt.
Der Vorfall wirft Fragen zur Transparenz bei Krypto-Fundraising auf. Während P2P.me die Wetten als Fehltritt einräumte, bietet MetaDAOs Rückerstattungsoption unzufriedenen Investoren einen Ausweg. Die laufende Kapitalrunde steht nun unter verstärkter Beobachtung – ihr Ausgang bleibt abzuwarten.






