PECO-Mitarbeiter ohne Tarifvertrag – Gewerkschaft droht mit Eskalation
Lina SeidelPECO-Mitarbeiter ohne Tarifvertrag – Gewerkschaft droht mit Eskalation
Über 1.000 PECO-Mitarbeiter arbeiten seit dieser Woche ohne Tarifvertrag, nachdem die Verhandlungen mit dem Unternehmen ergebnislos geblieben sind. Die bisherige Vereinbarung lief am Dienstag aus – für die Gewerkschaft IBEW Local 614, die rund 1.600 Beschäftigte vertritt, ist dies das erste Mal in ihrer Geschichte, dass kein neuer Arbeitsvertrag zustande kam. Gleichzeitig plant das Unternehmen weitere Preiserhöhungen für Kunden im Delaware Valley.
Die IBEW Local 614, zu der unter anderem Freileitungsmonteure, Gastechniker, Mechaniker und Callcenter-Mitarbeiter gehören, fordert höhere Löhne, bessere Krankenversicherungsleistungen und die Wiedereinführung von Betriebsrenten. Obwohl kein neuer Vertrag vorliegt, betonte die Gewerkschaft, dass derzeit kein Streik geplant sei. Ein möglicher Arbeitskampf könnte jedoch die Versorgung von etwa 1,7 Millionen PECO-Kunden im Südosten Pennsylvanias beeinträchtigen.
Zudem hat die Gewerkschaft bei der nationalen Arbeitsbehörde National Labor Relations Board (NLRB) Beschwerden wegen unfairem Arbeitsverhaltens eingereicht. Dieser Schritt erfolgt, während PECO für das vergangene Jahr einen Gewinnanstieg von fast 50 Prozent vermeldete – ein Plus, das die operative Geschäftsführerin Nicole LeVine vor allem auf günstige Wetterbedingungen zurückführte. Am Dienstag kündigte das Unternehmen zusätzliche Tariferhöhungen an, die die Stromrechnungen der Verbraucher in der Region weiter in die Höhe treiben würden.
Da die Verhandlungen feststecken, gelten für die 1.600 Gewerkschaftsmitglieder vorerst die alten Vertragsbedingungen. Der Ausgang des Konflikts könnte sowohl die Beschäftigten als auch die 1,7 Millionen PECO-Kunden betreffen, die auf die Dienstleistungen des Unternehmens angewiesen sind. Wie die Gewerkschaft weiter vorgehen wird, bleibt unklar, während die Gespräche andauern.






