31 March 2026, 18:37

Pilotprojekt revolutioniert Gehaltszahlung: Lohn als Fondsanteile statt Bargeld

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierungen von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum und Litecoin.

Pilotprojekt revolutioniert Gehaltszahlung: Lohn als Fondsanteile statt Bargeld

Ein neues Pilotprojekt testet einen radikalen Wandel bei der Gehaltsauszahlung

Statt nur Bargeld zu erhalten, können berechtigte Arbeitnehmer:innen einen Teil ihres Lohns künftig in Anteilen eines regulierten Geldmarktfonds ausgezahlt bekommen. Das von dem Finanzunternehmen Plume durchgeführte Programm integriert Anlageprodukte erstmals direkt in die Lohnabrechnung.

Seit Jahrzehnten funktionieren herkömmliche Lohnsysteme nach demselben Prinzip: Arbeitgeber überweisen ihren Beschäftigten Geld – und nichts weiter. Doch Plumes Pilotprojekt stellt eine andere Frage: Was wäre, wenn die Lohnabrechnung nicht nur Geld transferieren, sondern im Moment der Auszahlung gleichzeitig ein Finanzprodukt bereitstellen würde?

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Programm ermöglicht es Teilnehmenden, einen Teil ihres Gehalts in Form von Anteilen am WTGXX-Fonds zu erhalten, einem regulierten Geldmarktinstrument. Durch die direkte Einbindung in die Lohnabrechnung entfallen zusätzliche Schritte, die viele Menschen bisher vom Investieren abhalten. Tokenisierte Produkte wie Staatsanleihen oder Kreditfonds gibt es zwar bereits, doch ihre Verbreitung bleibt gering, weil Nutzer:innen aktiv entscheiden müssen, in sie zu investieren.

Plume umgeht diese Hürde, indem es die Geldanlage automatisiert. Das Unternehmen argumentiert, dass Tokenisierung erst dann nützliche Infrastruktur werde, wenn sie nahtlos in den finanziellen Alltag integriert sei. Bis März 2026 haben sich zwölf Unternehmen – vor allem aus den Bereichen Fintech und Technologie – dem Pilotprojekt angeschlossen, mit starker Beteiligung aus Deutschland und Großbritannien.

Sollte das Modell erfolgreich sein, könnten tokenisierte Fonds zu Standardinstrumenten der Finanzwelt werden – statt Nischenprodukten zu bleiben. Bisher scheiterten eigenständige Anlageplattformen oft daran, ein breites Publikum zu erreichen. Die direkte Verknüpfung mit der Lohnabrechnung könnte das ändern.

Das Pilotprojekt ist das erste Mal, dass ein reguliertes, ertragsbringendes Anlageprodukt direkt in die Gehaltsabwicklung eingebunden wird. Durch den Wegfall zusätzlicher Schritte soll Investieren so einfach werden wie die Gehaltszahlung selbst. Der Ausgang des Experiments wird zeigen, ob tokenisierte Fonds zum festen Bestandteil der Finanzdienstleistungen werden – oder eine Randerscheinung bleiben.

Lesen Sie auch:

Quelle