Polizei findet Waffen und Drogen nach Schüssen in Berliner Wohnung
Am Dienstagnachmittag berichtete eine Zeugin, Schüsse aus einer Wohnung im Berliner Stadtteil Friedenau gehört zu haben. Die Polizei konnte das Geräusch später zu einem 30-jährigen Mann in der Rheinstraße zurückverfolgen, wo sie bei einer Durchsuchung mehrere Waffen und Drogen entdeckte.
Der Vorfall ereignete sich gegen 16:15 Uhr, als eine Anwohnerin mehrere Schüsse aus einem benachbarten Gebäude hörte. Aus Sorge um ihre Sicherheit verbarrikadierte sie sich in ihrer Wohnung, bevor sie die Behörden alarmierte.
Die Ermittler identifizierten schnell die Quelle des Lärms: die Wohnung des 30-Jährigen. Dort fanden sie mehrere Schusswaffen, darunter Signalpistolen und Softair-Gewehre. Bei der Durchsuchung wurden zudem Spuren von Schmaßpulverrückständen sowie mehrere Ziele in einer ungenutzten Dachwohnung entdeckt, zu der der Beschuldigte Zugang eingeräumt hatte.
Die Beamten beschlagnahmten die Waffen sowie die Drogen aus der Wohnung. Der Mann wurde vorläufig festgenommen, nach Überprüfung seiner Personalien jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Nun prüfen die Behörden, ob er gegen das Waffengesetz oder das Cannabiskonsumgesetz verstoßen hat.
Die Ermittlungen laufen weiterhin, während die Polizei die Beweislage zu den beschlagnahmten Waffen und Drogen auswertet. Gegen den Beschuldigten wurden bisher keine Anklage erhoben, weitere rechtliche Schritte bleiben jedoch abhängig von den Ergebnissen möglich. Den Anwohnern wurde versichert, dass keine akute Gefahr bestehe.






