Polizisten als Räuber: Beamte inszenieren falsche Kontrolle auf Stadtautobahn
Lina SeidelPolizisten als Räuber: Beamte inszenieren falsche Kontrolle auf Stadtautobahn
Ein hochrangiger Polizeibeamter ist unter dem Verdacht des Raubüberfalls festgenommen worden. Der 45-Jährige soll seine Position missbraucht haben, um nach Dienstende eine gefälschte Polizeiaktion zu inszenieren. Die Ermittlungen in dem Fall dauern weiterhin an.
Der Vorfall begann, als der Beamte und ein Komplize einen 62-jährigen Autofahrer auf einer Stadtautobahn in der Nähe des Messedamms zum Anhalten aufforderten. Mit Blaulicht und einem Polizeiknüppel gaben sie sich als echt aus. Als der Fahrer anhielt, legten die Verdächtigen ihm Handschellen an und setzten ihn in ihr ziviles Polizeifahrzeug.
Dem Opfer wurden Bargeld in Höhe von über 57.000 Euro sowie zwei Mobiltelefone abgenommen. Der Beamte soll nach Feierabend seinen Dienstwagen für den Raub genutzt haben. Inzwischen wurden DNA-Beweise gegen den neu festgenommenen Verdächtigen gesichert.
Ein 48-jähriger Polizeihauptkommissar wurde ebenfalls wegen Raubvorwürfen verhaftet. Der erste Beamte war bereits nach Durchsuchungen am 3. September 2023 vom Dienst suspendiert worden. Gegen den Hauptkommissar wurde ein Haftbefehl vollstreckt. Beide Verdächtigen befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen fortgesetzt werden. Der Fall wirft schwere Vorwürfe des Machtmissbrauchs durch Polizeibeamte auf.






