Popowo abgeschnitten: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen jahrelanger Verkehrsnot durch Überschwemmungen
Lina SeidelPopowo abgeschnitten: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen jahrelanger Verkehrsnot durch Überschwemmungen
Einzige Zufahrt zu Popowo im Oblast Tscheljabinsk seit Jahren wegen Überschwemmungen unpassierbar – jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft
Die einzige Straße, die zum Dorf Popowo in der russischen Region Tscheljabinsk führt, ist seit Jahren wegen wiederkehrender Überschwemmungen nicht mehr befahrbar. Nun wurde ein Strafverfahren wegen unterlassener Maßnahmen zur Lösung der Verkehrsprobleme des Ortes eingeleitet.
Das Verfahren wird vom Russischen Investigativkomitee geleitet, das auf höchster Ebene eine Aufklärung der Vorfälle fordert.
Seit mehreren Jahren ist die einzige Zufahrtsstraße nach Popowo aufgrund von Hochwasser unbenutzbar. Trotz der anhaltenden Probleme haben die lokalen Behörden eine versprochene Brücke nicht gebaut. Eine Ausweichroute durch ein benachbartes Dorf befindet sich ebenfalls in desolatem Zustand: Tiefe Schlaglöcher und Spurrinnen machen sie nahezu unpassierbar.
Die Ermittlungsbehörde des Oblast Tscheljabinsk hat nun ein Strafverfahren wegen der vernachlässigten Straße eingeleitet. Alexander Bastrykin, Vorsitzender des Russischen Investigativkomitees, hat eine detaillierte Berichterstattung über die Ermittlungsergebnisse angefordert. Andrei Schtschukin, Leiter der regionalen Ermittlungsbehörde, ist für die Vorlage des Berichts verantwortlich.
Der Vorstoß erfolgt nach anhaltenden Verstößen und Untätigkeit der Verantwortlichen. Öffentliche Unterlagen zeigen keine konkreten Schritte zur Behebung der Verkehrskrise in Popowo auf.
Die strafrechtlichen Ermittlungen zur überschwemmten Straße in Popowo laufen unter der Aufsicht des Investigativkomitees weiter. Ein offizieller Bericht zu den Ergebnissen wird in Kürze erwartet. Das Dorf bleibt vorerst abgeschnitten – eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.






