Porsche verlagert Cayenne-Produktion nach Leipzig – und baut Stellen ab
Hannah RichterPorsche verlagert Cayenne-Produktion nach Leipzig – und baut Stellen ab
Porsche steht vor tiefgreifenden Veränderungen in seiner deutschen Produktion. Das Unternehmen plant, die Fertigung des Cayenne vom slowakischen Bratislava nach Leipzig zu verlagern – ein Schritt, der die Überkapazitäten an den Hauptstandorten abbauen soll. Die Entscheidung von Vorstandsvorsitzendem Oliver Blume fällt in eine Phase, in der die Werke in Stuttgart-Zuffenhausen und Leipzig nicht ausgelastet sind.
Sämtliche Antriebsvarianten des Cayenne sollen künftig in Leipzig gefertigt werden. Mit diesem Schritt will Porsche die langfristige Auslastung des sächsischen Standorts sichern. Die Umstellung bringt jedoch Herausforderungen mit sich, insbesondere durch den Umzug der Produktion und Verzögerungen bei der Markteinführung neuer Modelle.
Um die Veränderungen zu bewältigen, strebt Porsche an, bis August rund 200 Arbeitsplätze durch freiwillige Aufhebungsverträge abzubauen. Zudem könnten bis zu 400 Mitarbeiter vorübergehend an das Volkswagen-Werk in Wolfsburg abgeordnet werden. Der Plan sieht außerdem vor, dass die Arbeitnehmervertreter einer Lohnkürzung zustimmen.
Porsche hat sich bisher nicht öffentlich zu den Details des Vorhabens geäußert. Derzeit laufen Verhandlungen mit den Mitarbeitervertretern, um die genauen Regelungen festzulegen.
Die Verlegung der Cayenne-Produktion zielt darauf ab, die deutschen Standorte von Porsche effizienter zu gestalten. Die Stellenstreichungen und vorübergehenden Versetzungen spiegeln die Bemühungen wider, sich an die aktuelle Kapazitätssituation anzupassen. Der Erfolg des Plans hängt maßgeblich von den laufenden Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern ab.
