Portugal erreicht erstmals NATO-Ziel von 2 % des BIP für Verteidigung
Hannah RichterPortugal erreicht erstmals NATO-Ziel von 2 % des BIP für Verteidigung
Portugal hat seine Verteidigungsausgaben deutlich erhöht und erreicht damit erstmals das NATO-Ziel von 2 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Der Haushalt für 2025 sieht eine Aufstockung von fast einer Milliarde Euro vor, wodurch sich die gesamten Militärausgaben auf über 6 Milliarden Euro belaufen – die höchsten in der Geschichte des Landes.
Jahre lang gab Portugal weniger für Verteidigung aus als viele NATO-Partner. Zwischen 2019 und 2023 lag der durchschnittliche Verteidigungsetat bei nur 1,4 bis 1,6 % des BIP und damit unter der Allianzvorgabe von 2 %. Damit befand sich das Land in einer Reihe mit Spanien und Italien, die ebenfalls bis zu jüngsten Erhöhungen weniger als 1,5 % aufwendeten. Gleichzeitig übertrafen Länder wie Polen, Lettland und Litauen durchgehend die 2 %-Marke, während die USA rund 60 % der gesamten NATO-Ausgaben trugen.
Der aktuelle Haushalt markiert eine deutliche Wende. Eine zusätzliche Milliarde Euro wurde aus anderen Regierungsressorts umgeschichtet, wodurch die Verteidigungsausgaben auf den höchsten Stand aller Zeiten stiegen. Die Erhöhung umfasst auch Mittel für Militärrenten, die einen Teil der Gesamtausgaben ausmachen.
Trotz des Anstiegs gehört Portugal weiterhin zu den Ländern, die den geringsten Anteil ihres BIP für Verteidigung aufwenden. Spanien, Belgien, Kanada und Albanien bleiben am unteren Ende der Skala. Dennoch spiegelt die jüngste Aufstockung einen breiteren Trend wachsender Verteidigungsinvestitionen in Europa und Kanada wider.
Der portugiesische Verteidigungsetat beträgt nun über 6 Milliarden Euro und erfüllt damit erstmals das NATO-Ziel von 2 % des BIP. Dieser Schritt folgt auf Jahre geringerer Ausgaben im Vergleich zu Verbündeten wie den USA, Polen und den baltischen Staaten. Die Erhöhung steht im Einklang mit einer allgemeinen Zunahme der Militärausgaben in europäischen Ländern und Kanada.






