Portugal revolutioniert Baugenehmigungen: Projekte starten in Rekordzeit
Emil LangePortugal revolutioniert Baugenehmigungen: Projekte starten in Rekordzeit
Die portugiesische Regierung hat umfassende Reformen eingeleitet, um städtische Entwicklungsprojekte zu beschleunigen. Eine neue Gesetzgebung schafft langwierige Genehmigungsschritte ab und verkürzt die Bearbeitungszeiten um mehr als die Hälfte. Beamte betonen, dass die Änderungen die Aufsicht erhalten, während sie gleichzeitig den bürokratischen Aufwand für Bauherren und lokale Behörden verringern.
Nach den aktualisierten Regeln entfällt die Prüfung durch den Rechnungshof für Projekte, die über den Wiederaufbau- und Resilienzplan (PRR) finanziert werden. Stattdessen können viele Vorhaben bereits nach einer Voranmeldung beginnen, was Verzögerungen reduziert. In einigen Fällen kann der Baubeginn bereits acht Tage nach Einreichung erfolgen.
Die Reform zielt auf zwei zentrale Hindernisse ab: langsame Bearbeitungszeiten und umständliches Dokumentenmanagement. Um diese Probleme zu lösen, hat die Regierung kommunale Verfahren vereinfacht und digitale Plattformen für eine schnellere Abwicklung eingeführt. Wohnungsbauminister Gonçalo Saraiva Martins wies Vorwürfe zurück, das System erlaube nun ein "Erst bauen, dann prüfen"-Vorgehen. Er betonte, dass Vertrauen in Antragsteller nicht bedeute, auf Kontrollen zu verzichten.
Bisher zogen sich Genehmigungsverfahren oft deutlich länger hin als die nun verkürzten Fristen. Die Änderungen sollen Wohnungsbau- und Infrastrukturprojekte beschleunigen, ohne rechtliche Sicherheitsvorkehrungen zu gefährden.
Das neue System setzt auf Effizienz, indem es Bürokratie abgebaut und Arbeitsabläufe digitalisiert. Die meisten städtischen Projekte können nun sofort nach Einreichung einer Voranmeldung beginnen. Die Behörden versichern, dass die Aufsicht weiterhin besteht – allerdings mit Fokus auf schnellere Genehmigungen und größeres Vertrauen in die Projektentwickler.






