Portugals Gesundheitskrise: PCP fordert dringende Reformen für den kollabierenden SNS
Hannah RichterPortugals Gesundheitskrise: PCP fordert dringende Reformen für den kollabierenden SNS
Paulo Raimundo, Generalsekretär der Portugiesischen Kommunistischen Partei (PCP), hat dringende Reformen des Gesundheitssystems des Landes gefordert. Er bezeichnete die aktuellen Verzögerungen und die Unterfinanzierung im nationalen Gesundheitsdienst (SNS) als "unentschuldbar" und rief zu sofortigem Handeln auf, um die Krise zu bewältigen.
Raimundo wies auf gravierende Probleme beim Zugang zu medizinischen Terminen hin. Neue Termine für die Erstregistrierung – die in Portugal über ein Passwortsystem vergeben werden – würden nur alle drei Monate freigeschaltet, sodass viele Patientinnen und Patienten keinen Platz erhalten. Mehr als die Hälfte der Wartenden könnte überhaupt keinen Termin bekommen.
Ohne Hausarzt müssen Betroffene monatelang warten, um überhaupt in das System aufgenommen zu werden. Raimundo kritisierte, diese Situation sei "unverständlich" und belaste diejenigen unzumutbar, die dringend Behandlung benötigen.
Als Lösungsansätze schlug er mehrere Maßnahmen vor, darunter die Wiedereröffnung geschlossener Notaufnahmen innerhalb des SNS und die Aufstockung des Personals. Zudem betonte Raimundo, die chronische Unterfinanzierung der SNS-Einrichtungen müsse beendet werden. Andernfalls werde das System weiterhin die Patientinnen und Patienten im Stich lassen, warnte er.
Die Forderungen des PCP-Vorsitzenden zielen auf einen besseren Zugang und mehr Ressourcen ab. Würden die vorgeschlagenen Änderungen umgesetzt, könnten sich Wartezeiten verkürzen und die Belastung des Gesundheitswesens verringern. Doch derzeit stecken viele Patientinnen und Patienten in einem System fest, das ihre Bedürfnisse nicht erfüllen kann.






