Portugals Haushalt 2026: Steuereinnahmen steigen – doch die Inflation belastet Bürger und Wirtschaft
Mila VoigtPortugals Haushalt 2026: Steuereinnahmen steigen – doch die Inflation belastet Bürger und Wirtschaft
Der Haushaltsbericht Portugals für das erste Quartal 2026 zeigt einen deutlichen Anstieg der Steuereinnahmen, insbesondere durch höhere Kraftstoffabgaben. Die Zahlen werden bekannt, während die Inflation weiter steigt und im April laut dem Nationalen Statistikinstitut (INE) 3,4 Prozent erreichte.
Der Bericht verweist auf einen starken Anstieg der Einnahmen aus Kraftstoffsteuern, was zu höheren Gesamteinnahmen beiträgt. Ministerpräsident Luís Montenegro räumte zwar die steigenden Lebenshaltungskosten ein, betonte jedoch, dass die Lage noch keinen Anlass zu ernster Sorge gebe.
José Luís Carneiro, ein Kritiker der Wirtschaftspolitik der Regierung, argumentierte, dass Familien und Unternehmen unter einer übermäßigen Steuerlast leiden. Er verwies auf frühere Maßnahmen einer von den Sozialisten geführten Regierung, die damals dazu beigetragen hätten, Preisspitzen für Verbraucher abzufedern.
Carneiro warf der aktuellen Regierung vor, zu langsam oder unzureichend auf den Inflationsdruck zu reagieren. Zudem behauptete er, der Ministerpräsident erkenne die realen Schwierigkeiten, mit denen die Menschen aufgrund der steigenden Preise konfrontiert sind, nicht an.
Der Haushaltsbericht bestätigt die höheren Einnahmen aus Kraftstoffsteuern bei gleichzeitig beschleunigter Inflation. Kritiker bemängeln, dass die Politik der Regierung Haushalte und Unternehmen zusätzlich finanziell belastet. Angesichts weiter steigender Preise dürfte die Debatte über wirtschaftliche Entlastungsmaßnahmen anhalten.






