Präsident Ruto greift in milliardenschweren Erbstreit um Nderitu Gachaguas Vermögen ein
Hannah RichterPräsident Ruto greift in milliardenschweren Erbstreit um Nderitu Gachaguas Vermögen ein
Kenias Präsident William Ruto hat sich in einen erbitterten Erbstreit um das rund 2 Milliarden Schilling schwere Vermögen des verstorbenen Gouverneurs von Nyeri, Nderitu Gachagua, eingemischt. Im Mittelpunkt des Konflikts steht ein Streit zwischen der Familie des Gouverneurs und seinem Bruder, dem ehemaligen Vizepräsidenten Rigathi Gachagua, der von Vorwürfen der Urkundenfälschung und ungerechter Erbregelungen geprägt ist.
Der Streit dreht sich um den Vorwurf, das Testament Nderitu Gachaguas sei gefälscht worden, um die Familie von ihrem Anteil am Erbe auszuschließen. Seine Angehörigen behaupten, dass wichtige Vermögenswerte – darunter ein Hotel in Nairobi und ein Grundstück in Kilifi – zu Unrecht entzogen wurden. Das Testament, das 21 Begünstigte mit unterschiedlichen Anteilen aufführt, wurde zwar gerichtlich anerkannt, doch die Familie besteht darauf, dass es nicht dem wahren Willen des verstorbenen Gouverneurs entspricht.
Rigathi Gachagua weist alle Vorwürfe entschlossen zurück. Er betont, das Testament sei rechtlich einwandfrei und bezeichnet es sogar als ein Musterbeispiel, das an der Kenya School of Law studiert werde. Zudem wies er die Anschuldigungen zurück, er habe die nachlassende Gesundheit seines Bruders ausgenutzt, um das Verfahren zu beschleunigen, und fragte, warum die Gültigkeit des Testaments erst jetzt infrage gestellt werde.
Der Streit eskalierte im Oktober vergangenen Jahres, als er während des gegen Rigathi eingeleiteten Amtsenthebungsverfahrens zum politischen Thema wurde. Die Gouverneurin von Nakuru, Susan Kihika, mischte sich später ein und forderte besseren Schutz für Witwen, die in solche Erbauseinandersetzungen geraten. Trotz Warnungen Rigathis, sich aus der Angelegenheit herauszuhalten, versprach Ruto, sich für Gerechtigkeit für die Familie Nderitu einzusetzen.
Der Fall bleibt ungelöst, während die Familie Nderitu eine faire Aufteilung des Erbes fordert. Rutos Einmischung verleiht dem Rechtsstreit politisches Gewicht, während Rigathi an der Rechtmäßigkeit des Testaments festhält. Das Ergebnis wird nicht nur über die Kontrolle von Milliarden wertvollen Immobilien entscheiden, sondern könnte auch Präzedenz für ähnliche Konflikte schaffen.






