Primorje erhöht Kreditobergrenzen: Wie die Region auf explodierende Wohnkosten reagiert
Mila VoigtPrimorje erhöht Kreditobergrenzen: Wie die Region auf explodierende Wohnkosten reagiert
Wohnkosten in der Region Primorje steigen stark – Behörden reagieren mit höheren Kreditobergrenzen
In der Region Primorje sind die Wohnkosten in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. Als Reaktion darauf planen die lokalen Behörden nun, die Obergrenzen für Hypothekenkredite im Rahmen der Programme für den Fernen Osten und die Arktis um 20 Prozent anzuheben. Die Maßnahme soll nach Angaben der Verantwortlichen dazu beitragen, Wohneigentum für Käufer erschwinglich zu halten und die Bauwirtschaft zu stützen.
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Neubauten ist seit 2021 von 130.000 auf 200.000 Rubel geklettert. Eine Standardwohnung mit 40 Quadratmetern kostet daher mittlerweile rund 8 Millionen Rubel – ein Anstieg gegenüber den früheren 5,2 Millionen. Dieser Preisschub hat zu einem Rückgang bei den Beteiligungsverträgen (russisch DDU) geführt, die im ersten Quartal 2026 um 18 Prozent sanken: von 702 auf 574 registrierte Verträge.
Olga Iwanikowa, stellvertretende Regierungschefin der Region Primorje, begründete die Erhöhung der Kreditobergrenzen als logische Maßnahme, um die Nachfrage zu stabilisieren. Die Region prüft zudem die Einführung eines flexiblen Systems, ähnlich dem Familienhypotheken-Programm, bei dem sich die Kreditlimits an die lokalen Immobilienpreise anpassen würden. Die Behörden hoffen, dass dieser Ansatz die Marktbedingungen besser widerspiegelt und die Belastung für Wohnungsuchende verringert.
Mit der geplanten 20-prozentigen Anhebung der Hypothekengrenzen soll der Preisanstieg abgefedert und die Bautätigkeit angekurbelt werden. Angesichts der fast verdoppelten Wohnungspreise innerhalb von fünf Jahren könnten die Änderungen mehr Einwohnern den Zugang zu Finanzierungen erleichtern. Die endgültige Entscheidung über differenzierte Kreditobergrenzen hängt von weiteren Marktanalysen ab.






