Proteste in Halle: Antifaschisten fordern Schließung der Gladiator Fight Academy wegen Rechtsextremismus-Vorwürfen
Mila VoigtProteste in Halle: Antifaschisten fordern Schließung der Gladiator Fight Academy wegen Rechtsextremismus-Vorwürfen
Hunderte Demonstranten versammelten sich in Halle, um die Schließung der Gladiator Fight Academy zu fordern – eines Fitnessstudios, dem Verbindungen zur rechtsextremen Szene vorgeworfen werden. Die von der lokalen antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung richtete sich gegen die Einrichtung, die angeblich als Rekrutierungszentrum für rechtsextreme Netzwerke dient.
Die Protestaktion fand vor Halles Hauptbahnhöfen statt, wo die Menge Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ skandierte. Die Organisatoren verwiesen auf die mutmaßlichen Verbindungen des Studios zu rechtsextremen Akteuren, darunter Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturm Erfurt, der zum Kernteam des Gyms gehört.
Zu den Mitarbeitern zählt auch Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer und Anhänger von Energie Cottbus, sowie Christopher Henze, dem Kontakte zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden. Erst kürzlich veranstaltete das Studio in Teutschenthal die Premiere seiner Gladiator Fight Series, die ein rechtsextremes Publikum anzog. Unter den Gästen waren Paul Backmund, AfD-Kandidat für die anstehende Landtagswahl, und Fabian Jank, AfD-Abgeordneter im brandenburgischen Landtag.
Die Demonstration spiegelt wachsende Besorgnis über die Rolle des Studios in rechtsextremen Kreisen wider. Die Protestierenden fordern dessen sofortige Schließung und verweisen auf dessen angebliche Funktion als Treffpunkt für extremistische Gruppen. Die Behörden haben auf die Forderungen bisher nicht reagiert.






