REC Silicon kämpft trotz frischem Kapital mit anhaltenden Verlusten im ersten Quartal 2026
Emil LangeREC Silicon kämpft trotz frischem Kapital mit anhaltenden Verlusten im ersten Quartal 2026
REC Silicon veröffentlicht Finanzzahlen für das erste Quartal 2026 – Frisches Kapital, aber anhaltende Herausforderungen in schwierigem Marktumfeld
REC Silicon hat die Finanzzahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Das Unternehmen sicherte sich zwar neue Mittel, sieht sich aber weiterhin mit anhaltenden Schwierigkeiten in einem schwierigen Markt konfrontiert. Trotz Kostensenkungsmaßnahmen blieben die Verluste im Berichtszeitraum bestehen.
Anfang 2026 schloss das Unternehmen ein kurzfristiges Darlehen über 10 Millionen US-Dollar mit Anchor AS ab. Parallel dazu stärkte eine Kapitalerhöhung die Liquidität. Ende März verfügte REC Silicon über Barmittel in Höhe von 5,2 Millionen US-Dollar.
Die operative Performance zeigte ein gemischtes Bild: Am Standort Butte stieg das EBITDA im Vergleich zum Vorquartal und zum Vorjahreszeitraum leicht an. Geringere Inputkosten sowie ein Investitionsprojekt zur Reduzierung des Rohstoffeinsatzes trieben diese Verbesserung voran. Allerdings gingen die Umsätze in Butte in beiden Vergleichszeiträumen leicht zurück.
Der Bereich Moses Lake profitierte von einer einmaligen Rückerstattung der Stromsteuer, was zu einem vorübergehenden Aufschwung führte. Gleichzeitig tilgte das Unternehmen eine Vorauszahlung für Polysilizium, die mit einem früheren Liefervertrag verbunden war. Insgesamt belief sich das EBITDA aus der fortgeführten Geschäftstätigkeit im Quartal auf -3,8 Millionen US-Dollar.
Die Marktbedingungen blieben schwierig. Zwar verlagert REC Silicon seine Gasverkäufe zunehmend auf höherwertige Produkte, doch Überangebot und schwache Preise in den standardisierten Segmenten belasten weiterhin die Performance.
Im ersten Quartal festigte REC Silicon seine Finanzlage durch Schuldenaufnahme und Eigenkapitalmaßnahmen. Dennoch hielten die Verluste an, während das Unternehmen sich in einem herausfordernden Branchenumfeld behaupten muss. Die nächsten Schritte hängen davon ab, wie es dem Unternehmen gelingt, Kostendisziplin mit dem Ausbau in profitablere Märkte in Einklang zu bringen.






