Rekord-Beschlagnahmung: 50.000 Bitcoins im Wert von 2,1 Milliarden Dollar sichergestellt
Emil LangeRekord-Beschlagnahmung: 50.000 Bitcoins im Wert von 2,1 Milliarden Dollar sichergestellt
Deutsche Behörden haben Bitcoin im Wert von rund 2,1 Milliarden US-Dollar beschlagnahmt – insgesamt 50.000 Einheiten der Kryptowährung. Die digitalen Vermögenswerte sollen über eine illegale Film-Streaming-Plattform erwirtschaftet worden sein. In den Fall verwickelt sind zwei Beschuldigte; die Ermittlungen werden vom FBI unterstützt.
Bei der betroffenen Website handelt es sich um Movie2k, eine der größten deutschen Plattformen für Raubkopien. Über das Portal wurden mehr als 880.000 illegale Filmkopien verbreitet; zeitweise zählte es zu den meistbesuchten Seiten des Landes. Die Betreiber finanzierten sich durch Werbeeinnahmen und Abo-Gebühren.
Ein 40-jähriger Deutscher und ein 37-jähriger Pole stehen im Verdacht, die Bitcoins aus den Gewinnen der Seite angehäuft zu haben. Einer der beiden – ein in Berlin ansässiger Programmierer und Immobilienunternehmer – sitzt seit November 2019 in Untersuchungshaft. Ihm wird gewerbsmäßige Geldwäsche vorgeworfen.
Einer der Beschuldigten überführte die Bitcoins freiwillig an das Bundeskriminalamt (BKA), um den finanziellen Schaden auszugleichen. Die Kryptowährung verbleibt vorerst auf einem Konto des BKA, bis ein Gericht über ihre weitere Verwendung entscheidet. Ermittler gehen davon aus, dass es sich um die größte Bitcoin-Beschlagnahmung in der Geschichte Deutschlands handeln könnte.
Das Verfahren dreht sich um die illegale Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte sowie um Geldwäsche. Das BKA verwahrt die Bitcoins bis zu einer gerichtlichen Entscheidung. Die Behörden ermitteln weiter – mit Unterstützung des FBI.
