24 April 2026, 20:02

Rekord-Spritpreise treiben Millionen Pendler ins Homeoffice – doch nicht alle profitieren

Graphik, die Produktivitätssteigerung über 35 Jahre zeigt, mit Text, der besagt, dass die Vorteile nicht die Mittelschicht erreicht haben.

Rekord-Spritpreise treiben Millionen Pendler ins Homeoffice – doch nicht alle profitieren

Millionen Pendler in Deutschland kämpfen mit rekordhohen Spritpreisen auf dem Weg zur Arbeit. Fast zehn Millionen Menschen sind für ihre täglichen Fahrten ins Büro auf Benzin- oder Dieselautos angewiesen – doch die steigenden Kosten treiben immer mehr dazu, häufiger im Homeoffice zu arbeiten. Die EU-Kommission hat nun mit Vorschlägen reagiert, um die Belastung zu verringern, indem sie vermehrt Remote-Arbeit fördert.

Schon jetzt arbeitet jeder fünfte Büroangestellte öfter von zu Hause aus, um Spritkosten zu sparen. Forscher schätzen, dass die neun Millionen Autopendler allein durch einen zusätzlichen Homeoffice-Tag pro Woche rund 32 Millionen Liter Kraftstoff einsparen könnten.

Die EU-Kommission geht noch einen Schritt weiter und plant einen festen Homeoffice-Tag für Beschäftigte in allen Mitgliedstaaten. Ziel ist es, die Auswirkungen der explodierenden Ölpreise auf die Arbeitnehmer abzumildern. Die deutsche Bundesregierung hat unterdessen einen freiwilligen Entlastungsbonus für Beschäftigte eingeführt, lehnt aber ein gesetzliches Recht auf Homeoffice ab.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert Arbeitgeber auf, flexiblere Remote-Arbeitsmodelle anzubieten. Allerdings lassen sich nicht alle Jobs im Homeoffice erledigen – von der Entwicklung profitieren vor allem besser verdienende Angestellte in Büroberufen. Wirtschaftsverbände in Berlin-Brandenburg lehnen staatlich verordnete Homeoffice-Regeln ab, zeigen sich aber offen für den Ausbau freiwilliger Lösungen.

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Angesichts weiter steigender Spritpreise könnte Remote-Arbeit für viele Pendler zur wichtigen Lösung werden. Die EU-Vorschläge und der Druck der Gewerkschaften könnten in den kommenden Monaten zu flexibleren Regelungen führen. Bis dahin bleiben Änderungen jedoch freiwillig – Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen ihre Bedingungen selbst aushandeln.

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