Rekordstände an den Börsen: Warum schnelle Erholungen nach Crashs zur Normalität werden
Lina SeidelRekordstände an den Börsen: Warum schnelle Erholungen nach Crashs zur Normalität werden
Die Aktienmärkte haben erneut Rekordstände erreicht – der S&P 500 und der Nasdaq verzeichneten frische Allzeithochs. Doch der Weg dorthin war oft von abrupten Einbrüchen geprägt, denen rasche Erholungen folgten. Anleger haben sich an diese schnellen Aufschwünge gewöhnt und passen ihre Reaktion auf Marktturbulenzen entsprechend an.
Historische Muster zeigen: Bärenmärkte treffen meist plötzlich und heftig, doch die Erholung kann ebenso schnell erfolgen. Beim Corona-Crash 2020 stürzte der S&P 500 innerhalb von etwas mehr als einem Monat um 34 Prozent ab – doch bereits nach fünf Monaten hatte er sich vollständig erholt und erreichte wieder seine früheren Höchststände. Ähnlich verlief der Bärenmarkt 2022: Nach zehn Monaten Talfahrt kehrte der Index bereits nach 14 Monaten in die Gewinnzone zurück.
Schnelle Erholungen sind kein neues Phänomen. Während der irankriegsbedingten Korrektur wurde ein massiver Ausverkauf innerhalb von nur elf Tagen ausgeglichen, was den Nasdaq sogar in überkaufte Bereiche trieb. Selbst der langanhaltende Abschwung während der Finanzkrise, als der S&P 500 in 17 Monaten über 50 Prozent verlor, endete schließlich in einer Erholung – wenn auch erst nach vier Jahren.
Anleger setzen zunehmend auf die "Buy-the-Dip"-Strategie und wetten auf diese V-förmigen Erholungen. Geschwindigkeit ist dabei entscheidend, denn wenn viele Investoren gleichzeitig einsteigen, gewinnen marktbewegende Trends schnell an Fahrt. Dienste wie Cabot Early Opportunities helfen Abonnenten, solche frühen Kurswendungen zu erkennen, bevor sie allgemein bekannt werden.
Trotz der jüngsten Rekordstände entwickeln sich nicht alle Indizes gleich stark. Der Dow Jones konnte bisher nicht mit den Gewinnen des S&P 500 und des Nasdaq mithalten – ein Zeichen für die ungleiche Marktstärke.
Die aktuelle Marktlage bestätigt das Muster aus schnellen Rückgängen und raschen Erholungen. Angesichts der Rekordstände großer Indizes hat sich die Strategie, bei Kursrückgängen zu kaufen, in den letzten Jahren bewährt. Doch die unterschiedliche Performance der Indizes deutet darauf hin, dass nicht alle Sektoren gleichermaßen von der Erholung profitieren.






