26 June 2026, 18:00

Rentenexpertin Grimm fordert radikale Reformen bei Minijobs und Selbstständigen

Wirtschaftswissenschaftlerin Grimm begrüßt Abschaffung von Mini-Jobs

Rentenexpertin Grimm fordert radikale Reformen bei Minijobs und Selbstständigen

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Veronika Grimm hat in einem Interview mit der Rheinischen Post ihre Position zur Rentenreform dargelegt. Dabei nahm sie zu mehreren Vorschlägen Stellung, darunter Änderungen bei Minijobs und eine Pflichtversicherung für Selbstständige.

Grimm begrüßte die Pläne der Rentenkommission, Minijobs weitgehend abzuschaffen. Sie sprach sich dafür aus, sie lediglich für Studierende beizubehalten. Ihrer Meinung nach würde die Abschaffung für andere Gruppen die Arbeitsanreize für Geringverdiener verbessern.

Zudem unterstützte sie die Kopplung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung. Grimm befürwortete das Ende der Rente mit 63 und lehnte eine Integration der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung ab.

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Bei der geplanten Pflichtversicherung für Selbstständige äußerte Grimm hingegen Kritik. Sie argumentierte, dass diese die Wahl haben sollten, stattdessen kapitalgedeckte Vorsorge zu betreiben. Diese Flexibilität würde aus ihrer Sicht die Attraktivität der Selbstständigkeit erhöhen.

Grimm zielen die Vorschläge darauf ab, die Rentepolitik an die modernen wirtschaftlichen Realitäten anzupassen. Im Mittelpunkt stehen dabei mehr Flexibilität und Anreize für verschiedene Beschäftigtengruppen. Die Diskussion folgt ihrem am Dienstag veröffentlichten Interview.

Quelle